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Tribunal Supremo setzt Eintragungen ins Censo Electoral de Residentes Ausentes vorläufig aus

Der spanische Oberste Gerichtshof hat am 8. September 2026 die Eintragung von Personen in das Censo Electoral de Residentes Ausentes (Wählerverzeichnis für im Ausland lebende Spanier) vorläufig ausgesetzt, wenn die Staatsangehörigkeit nach der sogenannten…

Kurzmeldung

Der Tribunal Supremo hat am 8. September 2026 in zwei Eilentscheidungen die Eintragungen in das Censo Electoral de Residentes Ausentes (Wählerverzeichnis für im Ausland lebende Spanier, kurz Cera) vorläufig ausgesetzt, wenn die betroffenen Personen die spanische Staatsangehörigkeit wegen der Regelung für Kinder und Enkel Exilierter — der sogenannten Ley de Nietos in der Ley de Memoria Democrática von 2022 — erlangt haben und die Konsulate den Exilstatus nicht zweifelsfrei nachgewiesen sehen. Die Gerichtsentscheidungen beruhen auf Eilanträgen der Partei Vox und der Organisation Iustitia Europa.

Das Gericht begründet die Maßnahmen mit dem Schutz der Transparenz des Wahlverfahrens und verweist auf das „außerordentliche“ Wachstum des Wählerverzeichnisses im Ausland. In den Entscheidungen nennt die Kammer Zahlen zum Stand des Censo: Demnach verzeichnete das Außenverzeichnis zum 1. Juli 2026 mehrere hunderttausend Eintragungen mehr als bei den Parlamentswahlen 2023; diese Entwicklung könne, so der Supremo, das Vertrauen in die Objektivität des Wahlprozesses beeinträchtigen, solange nicht die Voraussetzungen für die Eintragungen einheitlich geprüft sind.

Die vorsorgliche Aussetzung betrifft sowohl bereits vorgenommene Registrierungen als auch laufende Anträge, soweit Konsulate und zuständige Behörden keinen eindeutigen Nachweis über die Exilabhängigkeit der Vorfahren erhielten. Der Gerichtshof betont ausdrücklich, dass die gerichtliche Maßnahme die Verleihung der Staatsangehörigkeit an sich nicht aufhebt; es geht ausschließlich um die praktische Eintragung ins Wählerverzeichnis und damit um die Ausübung des aktiven Wahlrechts aus dem Ausland bis zur endgültigen Entscheidung in der Hauptsache.

Sowohl die Staatsanwaltschaft als auch die Abogacía del Estado hatten sich gegen die vorläufige Aussetzung ausgesprochen; Regierung und zivilgesellschaftliche Akteurinnen fordern eine rasche Klärung, um Rechtssicherheit vor bevorstehenden Wahlen herzustellen. Kritikerinnen sehen in der Justizentscheidung eine Verlagerung politischer Debatten in den Gerichtsbereich. Das Tribunal Supremo will in der Hauptsache über die Rechtmäßigkeit der praktischen Eintragungsregeln endgültig entscheiden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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