Politik

Spanien bekräftigt in Rom Kurs auf nachhaltige Fischerei und Aquakultur

Zum Auftakt der 37. Sitzung des Ausschusses für Fischerei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen in Rom hat Spanien am 7. September 2026 sein Engagement für ökologisch, sozial und wirtschaftlich tragfähige Fischerei und…

Spanien hat zum Auftakt der 37. Sitzung des Ausschusses für Fischerei der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen am 7. September 2026 in Rom sein Bekenntnis zu einer nachhaltigen, wettbewerbsfähigen und zukunftsfähigen Fischerei und Aquakultur bekräftigt. In der Eröffnungssitzung trat die spanische Generalsekretärin für Fischerei, Isabel Artime, auf und hob die Bedeutung des Sektors für Ernährungssicherheit, Beschäftigung in Küstenregionen und die nationale Wertschöpfung hervor. Sie betonte, ökologische Schutzmaßnahmen müssten mit wirtschaftlicher Stabilität und sozialer Absicherung für die betroffenen Gemeinden einhergehen.

Die spanische Delegation verband das allgemeine Ziel nachhaltiger Nutzung mit prioritären Handlungsfeldern. Genannt wurden die Förderung technologischer Innovationen in der Aquakultur, eine stärkere Selektivität bei Fangmethoden, Maßnahmen zur Verringerung von Verlusten und Lebensmittelabfällen sowie Verbesserungen der Governance entlang der Wertschöpfungsketten. Als Bezugspunkte verwies die Regierungsvertreterin auf internationale Leitlinien der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen und auf jüngst angepasste nationale Instrumente, die Förderrahmen und Verwaltungsverfahren für Fischerei und Aquakultur modernisieren sollen.

Die Tagung COFI37, die vom 7. bis 11. September 2026 in Rom stattfindet, steht zudem im Zeichen der Vorstellung des Berichts Der Zustand der Weltfischerei und der Aquakultur 2026 (SOFIA 2026). Nach spanischer Darstellung sollten nationale Strategien eng mit den Empfehlungen dieses Berichts und mit multilateraler Kooperation verknüpft werden, um widerstandsfähigere, klimaangepasste Systeme zu schaffen. Dies gilt insbesondere für die Anpassung an Meereserwärmung und Versauerung sowie für die Stärkung von Monitoringsystemen entlang der Lieferketten.

Politisch ordnet Madrid den Vorstoß in den europäischen Rahmen ein. Spanien verweist darauf, dass Investitionen in Selektivität, Datenerhebung und Hafeninfrastruktur die Wettbewerbsfähigkeit des Sektors stützen und zugleich zur Erholung überfischter Bestände beitragen sollen. Dabei unterstreicht die Delegation die Rolle der Küstengemeinden und kleinskaliger Betriebe, deren soziale Absicherung und Nachwuchsgewinnung als Voraussetzung für die Tragfähigkeit der Transformation gelten.

Mit der Ansprache zum Auftakt der Sitzung des Ausschusses für Fischerei schärft Spanien sein Profil in der internationalen Fischereipolitik. Der Erfolg der Vorhaben wird sich an der konkreten Umsetzung von Selektivitätsauflagen, an nachweislich sinkenden Beifängen und an messbaren Fortschritten bei der Kreislaufführung von Ressourcen in Aquakulturbetrieben bemessen lassen. Prognosen über zeitliche Abläufe und Budgets blieben in Rom dem weiteren Verfahren vorbehalten.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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