Baskenland

Baskenland startet Schuljahr mit Zweijahresplan für Lernen und Wohlbefinden

Die baskische Bildungsministerin Begoña Pedrosa hat in Amurrio den Schulstart eröffnet und einen neuen Zweijahresrahmen für Qualitätsverbesserungen, Sprachpolitik und Unterstützung der Schulen vorgestellt.

Am 7. September 2026 hat die baskische Bildungsministerin Begoña Pedrosa im CEIP Mendiko Eskola in Amurrio den Start ins Schuljahr 2026/2027 eröffnet und die Leitlinien des Departamento de Educación erläutert. Nach Regierungsangaben besuchen in der Autonomen Gemeinschaft Euskadi 280.386 Schülerinnen und Schüler die Stufen Educación Infantil, Primaria, Educación Secundaria Obligatoria und Bachillerato. Kernstück ist ein erstmals verbindlicher Arbeitsrahmen über zwei Schuljahre (2026/2027 und 2027/2028), der Planung, Begleitung und Evaluation von Verbesserungen bündeln soll.

Die Regierung ordnet die Maßnahmen vier Prioritäten zu: erstens die Stärkung der Lese‑, Mathematik‑ und Naturwissenschaftskompetenzen; zweitens die Förderung des Euskera und des Plurilingualismus; drittens Wohlbefinden, convivencia und Koedukation; viertens eine verlässliche Begleitung der Schulen und Lehrkräfte. Die zu Schuljahresbeginn veröffentlichte Organisationsresolution verankert dafür einen „Horizonte de trabajo de dos cursos“, damit Teams auf Basis interner und externer Evidenzen – darunter Leistungsdaten, diagnostische Erhebungen, Ergebnisse der PAU und Indikatoren zur Schul­gemeinschaft – Ziele präzisieren, Maßnahmen umsetzen und deren Wirkung prüfen können.

Für die Sekundarstufe kündigt das Departamento de Educación die Einführung von Hezi+ an. Zugleich wird in der 1. und 2. ESO die Arbeit nach inhaltlichen Bereichen gestärkt, um fachübergreifende Kompetenzen systematischer zu fördern. In der Oberstufe (Bachillerato) sollen die Resultate der PAU stärker ausgewertet werden, um Rückschlüsse für die Unterrichtsentwicklung zu ziehen. Pedrosa betonte, die Vorhaben zielten darauf, Lernfortschritte und das soziale sowie emotionale Wohl der Schülerinnen und Schüler zusammenzudenken und durch zeitliche Stabilität sowie kontinuierliche Unterstützung abzusichern. Diese Aussagen sind der Regierung zugeschrieben; unabhängige Evaluationsdaten zum neuen Rahmen liegen zum Auftakt naturgemäß noch nicht vor.

Besonderes Gewicht erhält die Lesekompetenz als Grundlage für Verständnis, Argumentation und kritisches Denken in allen Fächern und Jahrgangsstufen. Vorgesehen sind verbindliche didaktische Absprachen, eine systematische Lesepraxis in unterschiedlichen Unterrichtsfächern, mehr Aufgaben zur Problemlösung und passgenaue Unterstützung innerhalb der regulären Klassen. Beim Thema Sprachen verweist die Regierung auf gestärkte Projektarbeit der einzelnen Schulen, um Euskera, die vorhandene Mehrsprachigkeit und die Vielfalt der Herkunftssprachen zu berücksichtigen.

Die Maßnahmen werden dem übergeordneten Rahmen der Estrategia Integral para la Mejora de los Resultados Educativos 2025-2028 zugeordnet. Konkrete zusätzliche Mittel, Personalaufstockungen oder bereits evaluierte Pilotprojekte werden in der Mitteilung nicht beziffert. Für die Schulen bringt der neue Zweijahreszyklus administrative Umstellungen, eröffnet jedoch zugleich längere Fristen für Umsetzung und Evaluation pädagogischer Vorhaben in ganz Euskadi.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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