Die Consejería de Fomento, Vivienda, Ordenación del Territorio y Medio Ambiente der Autonomen Gemeinschaft Cantabria hat am 7. September 2026 die Bauarbeiten zur Erneuerung des Abwassersystems in der Einzugsfläche des Arroyo Pozeirún im Municipio Escalante vergeben. Der Auftrag umfasst 180.391 Euro und sieht den Bau eines neuen Colector Pozeirún sowie zugehöriger Nebenleitungen vor. Der neue Sammler wird an den colector general de las Marismas de Santoña angeschlossen.
Laut Mitteilung der Regionalregierung soll das Projekt direkte Einleitungen unbehandelter Abwässer in den natürlichen Wasserlauf des Arroyo Pozeirún beenden. Vorgesehen sind der Rückbau des im Bachbett verlegten Altkanals, die Verlegung eines rund 227 Meter langen Hauptsammlers sowie der Bau von Anschlussleitungen und Schutzmaßnahmen an betroffenen Straßenabschnitten. Damit soll die Belastung der Übergangsgewässer der Marismas de Santoña reduziert und die wasserökologische Situation verbessert werden.
Die Maßnahme geht auf ein reguläres Vergabeverfahren zurück, das in den offiziellen Registern dokumentiert ist. Bereits zuvor war das Vorhaben zur Umweltinformation ausgelegt; in den Akten wird es unter der Bezeichnung Expediente 121/24 AC geführt. Das Ministerium verweist auf technische und umweltschutzrechtliche Vorgaben, darunter Anforderungen an Arbeitssicherheit, Lärmminderung und die Wiederherstellung von Verkehrsflächen nach Abschluss der Arbeiten.
Einen detaillierten Bauzeitenplan nannte die Behörde in der Vergabemitteilung nicht. Er wird mit dem Ausführungsprojekt der beauftragten Firma festgelegt. Für Anwohner bedeutsam sind die Reihenfolge der Anschlussarbeiten und mögliche temporäre Sperrungen oder Umleitungen. Diese sollen laut Ministerium so koordiniert werden, dass Beeinträchtigungen minimiert und die Versorgungsdienste aufrechterhalten werden.
Die Erneuerung in Escalante ist Teil eines breiteren Investitionsschwerpunkts der Regionalverwaltung in die Abwasserinfrastruktur. Ziel ist, Siedlungsentwässerung und Gewässerschutz in Küsten- und Feuchtgebieten wie den Marismas de Santoña dauerhaft zu stärken. Nach Behördenangaben trägt der Anschluss an den übergeordneten Sammler dazu bei, die Behandlung der anfallenden Abwässer zu sichern und künftige betriebliche Störungen zu vermeiden.
Mit der Vergabe ist der formale Start des Projekts erfolgt. Weitere Einzelheiten zur Ausführung, zur Bauüberwachung und zur Erfolgskontrolle der Maßnahmen in den Übergangsgewässern sollen mit dem Beginn der Arbeiten bekanntgegeben werden. Die Regionalregierung betont, dass der Schutz der Marismas de Santoña als Natura-2000-Gebiet und die hygienische Grundversorgung der Bevölkerung in Escalante leitend für die Priorisierung der Investition sind.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).