Zwei Frauen sind am Sonntag beim Baden an katalanischen Stränden gestorben. Gegen 16:14 Uhr wurde eine 73 Jahre alte Deutsche an der Platja de la Rubina in Castelló d’Empúries (Provinz Girona) bewusstlos aus dem Wasser geborgen. Rettungsschwimmer begannen umgehend mit der Wiederbelebung, die Teams des Sistema d’Emergències Mèdiques setzten die Maßnahmen fort, konnten die Frau jedoch nicht retten. Laut Einsatzangaben waren an dem Strandwabschnitt Aufsicht und Warnflaggen in Betrieb.
Etwa zwei Stunden später, gegen 18:20 Uhr, kam es an der Platja de Llevant in Salou (Provinz Tarragona) zu einem weiteren tödlichen Badeunfall. Eine 81‑Jährige wurde von Rettungsschwimmern an Land gebracht; auch hier blieben die Reanimationsversuche des Sistema d’Emergències Mèdiques ohne Erfolg. In beiden Fällen waren mehrere Einheiten des Rettungsdienstes im Einsatz. Die Mossos d’Esquadra übernahmen die polizeilichen Ermittlungen zu Hergang und Umständen.
Nach Angaben der Behörden handelt es sich in beiden Fällen um Ertrinkungsunfälle. In Castelló d’Empúries war die Strandüberwachung aktiv; vor Ort kamen unter anderem vier Rettungswagen und ein medizinischer Hubschrauber zum Einsatz. In Salou trafen mehrere Rettungsfahrzeuge ein, nachdem die Strandaufsicht Alarm geschlagen hatte. Offizielle Feststellungen zu den genauen Todesursachen stehen noch aus und erfolgen nach medizinischer Prüfung.
Protecció Civil der Generalitat führt in der laufenden Badesaison eine Statistik über tödliche Vorfälle an Stränden. Mit den beiden am Sonntag gemeldeten Fällen steigt die Zahl der seit Saisonbeginn registrierten Todesfälle in Katalonien nach Behördenangaben auf 23. Die Auswertungen der Rettungsdienste und der Polizei zielen darauf ab, mögliche Einflussfaktoren wie Strömungen, gesundheitliche Notfälle im Wasser oder Reaktionszeiten am Strand genauer zu bestimmen.
Die Behörden erinnern daran, die Signalgebung mit Strandflaggen zu beachten, nur an überwachten Abschnitten zu baden und bei Anzeichen von Erschöpfung oder Unwohlsein umgehend das Wasser zu verlassen. Für Notfälle gilt die schnelle Alarmierung des Rettungsdienstes, um die Zeit bis zum Beginn von lebensrettenden Maßnahmen zu minimieren. Weitere Informationen zu den Untersuchungen der Mossos d’Esquadra werden mit Abschluss der ersten Ermittlungen erwartet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).