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Zapatero will Yanes von neuer Schmuck-Schätzung ausschließen

Der frühere Regierungschef José Luis Rodríguez Zapatero hat die vom Ermittlungsrichter bestellte Juwelierfirma Yanes wegen angeblicher Befangenheit abgelehnt. Zuvor hatte die Audiencia Nacional eine zweite Begutachtung der sichergestellten Schmuckstücke angeordnet.

Der ehemalige spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat am 24. September 2026 beim Ermittlungsrichter der Audiencia Nacional, José Luis Calama, die Ablehnung der Juwelierfirma Yanes beantragt. Yanes war zuvor vom Gericht mit einer neuen, vertieften Begutachtung der in Zapateros Büro sichergestellten Schmuckstücke beauftragt worden. Hintergrund ist die Ermittlungsakte zur sogenannten Plus-Ultra-Affäre, in der Herkunft, Alter und Wert der Stücke strittig sind.

Der richterliche Beschluss vom 21. September 2026 sieht eine gemmologische Prüfung sowie eine aktuelle Wertermittlung vor. Zugleich setzte Calama Zapatero eine kurze Frist, ergänzende Unterlagen zum Ursprung der Schmuckstücke vorzulegen. Nach Angaben der Verteidigung soll die Bewertung steuerliche Relevanz haben; die Staatsanwaltschaft und die Finanzbehörde beobachten den Vorgang.

Zapateros Anwälte begründen die Recusación mit Zweifeln an der Unvoreingenommenheit: Der Geschäftsführer von Yanes habe sich in Medienäußerungen bereits zu Authentizität und möglicher Größenordnung des Wertes geäußert. Dies könne die Objektivität der von der Firma eingesetzten Sachverständigen beeinträchtigen, argumentiert die Verteidigung, und beantragt, die Bestellung aufzuheben, bevor ein neues Gutachten erstellt wird.

In der Ermittlungsakte liegt nach übereinstimmenden Medienberichten eine frühere Schätzung vor, die den Gesamtwert der Stücke bei rund 1,3 Millionen Euro verortet. Diese vorläufige Zahl war ein Anlass für die nun angeordnete Zweitbewertung. Ob die von Zapatero geltend gemachte Befangenheit durch konkrete Aussagen oder nur durch allgemeine öffentliche Kommentare begründet ist, muss das Gericht entscheiden. Eine Frist oder ein Termin für die Entscheidung über den Befangenheitsantrag wurde zunächst nicht bekannt.

Der Fall berührt mehrere Interessenlagen: Für die Ermittler steht die belastbare Feststellung von Herkunft und Wert im Zentrum. Für die Verteidigung ist die personelle Zusammensetzung der Gutachter zentral, da das neue Gutachten erhebliches prozessuales Gewicht haben dürfte. Die öffentliche Diskussion über die angeführten Werte erhöht zugleich den Druck auf alle Beteiligten, die methodische Nachvollziehbarkeit der Expertise transparent zu machen.

Faktisch feststeht die Anordnung einer neuen Begutachtung durch die Audiencia Nacional und die am 24. September 2026 eingereichte Ablehnung der von Richter Calama bestellten Firma Yanes. Einschätzungen zur weiteren Verfahrensdauer oder zum Ergebnis der Schätzung wären Spekulation. Die Entscheidung über die Zulässigkeit der Recusación liegt nun beim Gericht.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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