Galicien

Galicien erhöht Forstetat und will Holz in 20 Prozent neuer öffentlicher Gebäude

Die Xunta de Galicia kündigt eine Erhöhung des Forstetats für 2027 auf 33 Millionen Euro an und setzt ein 20-Prozent-Ziel für Holz als Tragmaterial in neuen öffentlichen Bauten der Regionalverwaltung.

Die Xunta de Galicia hat am 20. Oktober 2026 eine deutliche Aufstockung der Mittel für die Forst- und Holzindustrie sowie ein konkretes Holzbauziel für den öffentlichen Sektor angekündigt. Der Haushalt 2027 für die Axencia Galega da Industria Forestal (Agentur der Forstindustrie Galiciens, XERA) soll um mehr als 35 Prozent auf rund 33 Millionen Euro steigen. Zugleich verfolgt die Regionalregierung das Ziel, dass schrittweise 20 Prozent der neuen öffentlichen Gebäude der autonomen Verwaltung Holz als konstruktionsrelevantes Material in ihren Tragwerken einsetzen.

Die Ankündigung wurde von Alfonso Rueda, dem Präsidenten der Xunta de Galicia, vorgestellt. Nach seinen Angaben soll die Budgeterhöhung die gesamte Wertschöpfungskette von der Waldbewirtschaftung über die industrielle Verarbeitung bis zu Bauprojekten stützen. Das 20-Prozent-Ziel wird von der Regierung als Instrument verknüpft, um Wohnungsbauvorhaben und andere öffentliche Projekte mit einer Nachfrage nach regionaler Holzproduktion zu verbinden.

Konkrete Rechtsakte, Förderrichtlinien oder Fristen zur Umsetzung nannte die Xunta in der Mitteilung nicht. Sie verweist auf die anstehenden Haushalts- und Verwaltungsverfahren, in denen Förderlinien, Ausschreibungsmodalitäten und Qualifizierungsprogramme für Fachkräfte präzisiert werden sollen. Damit bleibt die Wirkung der angekündigten Ausgaben und Ziele vorerst von der Ausgestaltung im Haushalt 2027 und von nachfolgenden Verordnungen abhängig.

Als wirtschaftlichen Hintergrund führt die Regionalregierung an, dass der forstbasierte Sektor in Galicien ein „unverzichtbarer wirtschaftlicher Motor“ sei. Demnach setzt die Branche mehr als 2,5 Milliarden Euro im Jahr um und sichert Einkommen für über 20.000 Familien. Dieser Kontext soll die geplante Ausweitung des Holzbaus im öffentlichen Bereich untermauern, etwa auch mit Blick auf kürzere Lieferketten und auf Klimaziele, die mit dem Einsatz nachwachsender Rohstoffe adressiert werden sollen.

Aus Verwaltung und Politik werden nach der Ankündigung Forderungen nach klaren Zeitplänen und messbaren Zwischenzielen laut. Entscheidend sei, ob das 20-Prozent-Ziel für neue öffentliche Gebäude in konkrete Ausschreibungen münde und ob die Erhöhung des XERA-Etats tatsächlich Planungshemmnisse, Kapazitätsengpässe in der Lieferkette und Qualifizierungsbedarfe adressiert. Eine belastbare Bewertung ist daher erst möglich, wenn der finale Haushalt 2027 und die vorgesehenen Umsetzungsakte vorliegen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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