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Zapatero erklärt Schmuck als Geschenk des saudischen Königs von 2007

Der frühere Ministerpräsident legte dem Ermittlungsrichter José Luis Calama schriftlich dar, der in seinem Büro sichergestellte Schmuck sei 2007 als persönliches Geschenk von Abdullah bin Abdulaziz Al-Saud überreicht worden. Innerhalb der PSOE mehren sich…

Der frühere spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero hat dem Ermittlungsrichter José Luis Calama schriftlich mitgeteilt, dass die im Mai in seinem Madrider Büro sichergestellten Schmuckstücke auf ein Geschenk des saudischen Königs Abdullah bin Abdulaziz Al-Saud aus dem Jahr 2007 zurückgehen. Das Schreiben ging laut Verfahrensangaben am 23. September 2026 bei der Audiencia Nacional ein, nachdem der Richter Zapatero zur Vorlage einschlägiger Unterlagen aufgefordert hatte. Zapatero verweist darin auf einen Staatsbesuch im Palacio de la Moncloa im Juni 2007, bei dem ihm drei wertvollere Garnituren als persönliches Präsent überreicht worden seien. Für den Fall von Zweifeln bat er das Gericht, die zuständigen Behörden des Königreichs Saudi-Arabien förmlich um Bestätigung zu ersuchen.

Aus der Parteispitze der Sozialistischen Arbeiterpartei Spaniens kamen am 24. September 2026 Forderungen nach vollständiger Aufklärung. Mehrere führende Mitglieder der PSOE bezeichneten widersprüchliche Darstellungen aus dem Umfeld des Ex-Regierungschefs als heikel für Glaubwürdigkeit und Ethikstandards der Partei. Zugleich betonten sie die Geltung der Unschuldsvermutung und verwiesen auf die laufenden Ermittlungen.

Verfahrensrechtlich ordnete José Luis Calama eine gutachterliche Prüfung der sichergestellten Stücke an und setzte Fristen für weitere Schritte. Die Staatsanwaltschaft hat bislang keine neue Anklage erhoben. Unabhängige Sachverständige erinnern daran, dass bei offiziellen Besuchen übergebene Geschenke nach geltenden Regeln entweder dem staatlichen Inventar zuzuführen oder ordnungsgemäß zu registrieren sind. Eine zentrale Prüffrage ist daher, ob und warum einzelne Stücke nicht als Staatsgut erfasst wurden.

Der aktuelle Anlass ist Zapateros Einlassung gegenüber dem Gericht. Der Fund der Schmuckstücke geht auf eine Durchsuchung im Mai zurück, die im Rahmen eines bereits laufenden Ermittlungsverfahrens angeordnet worden war. Welche konkreten straf- oder zivilrechtlichen Folgen sich daraus ergeben könnten, ist offen und hängt von den Feststellungen der Audiencia Nacional, möglichen Bestätigungen aus Saudi-Arabien und den Ergebnissen der Expertise ab. Politisch nährt der Vorgang die Debatte über Transparenzpflichten ehemaliger Regierungschefs und über innerparteiliche Kontrollmechanismen. Opposition und Teile der Regierungspartei werden sich an der Frage messen lassen, wie konsequent sie Regeln zu Annahme, Meldung und Verwahrung von Geschenken durch Amtsträger anwenden und durchsetzen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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