Kurzmeldung
Die Preise für Wohnimmobilien in Spanien haben im Juni 2026 einen neuen Stand in der Notariatsstatistik erreicht: Der mittlere Preis pro Quadratmeter stieg auf 2.114 Euro. Die Zahlen basieren auf der monatlichen Erhebung des Centro de Información Estadística des Consejo General del Notariado, die den Zeitpunkt der notariellen Beurkundung abbildet und damit eine zeitnahe Sicht auf Marktbewegungen liefert.
Im Vergleich zum Juni 2025 bedeutet der Wert ein Plus von 8,8 Prozent. Gleichzeitig sank die Zahl der beurkundeten Kaufabschlüsse im Juni im Jahresvergleich: Insgesamt registrierten die Notare 67.529 Transaktionen, ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr. Die Divergenz zwischen weiter steigenden Preisen und rückläufigen Abschlüssen verweist auf eine anhaltende Erschwernis der Erschwinglichkeit für viele Haushalte.
Regional zeigen die Daten erhebliche Unterschiede: Die stärksten jährlichen Zuwächse bei den Preisen verzeichneten Kantabrien (+41,6 %), Murcia (+22,1 %), die Comunidad Valenciana (+21 %) und Madrid (+19,5 %). In Ballungsräumen mit knapper Neubautätigkeit und hoher Nachfrage tragen Angebotsengpässe besonders zum Preisdruck bei.
Die Notariatsstatistik weist zudem auf methodische Eigenheiten hin: Sie erfasst den Zeitpunkt der Beurkundung und kann daher von späteren Grundbuch- oder Verwaltungsstatistiken abweichen. Die veröffentlichten Monatsdaten gelten als vorläufig und können geringfügig revidiert werden.
Für Politik und Markt ist die kombinierte Entwicklung problematisch: Steigende Preise bei gleichzeitig rückläufigen Abschlüssen deuten auf eine Verschlechterung der Zugänglichkeit zum Eigentum. Ob sich dieser Trend fortsetzt, hängt maßgeblich von Zinspolitik, regionaler Bautätigkeit und Maßnahmen zur Mobilisierung vorhandenen Wohnungsbestands ab. Angesichts der aktuellen Daten bleibt die Lage in weiten Teilen Spaniens angespannt, solange das Angebot nicht deutlich ausgeweitet wird.
Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).