Der Präsident der Generalitat Valenciana, Juanfran Pérez Llorca, hat am 31. August 2026 in Artana die ersten Maßnahmen zur Wiederherstellung der von dem Waldbrand von La Vall d’Uixó betroffenen Flächen gestartet und zugleich eine neue Ley Forestal für die Comunitat Valenciana angekündigt. Der Consell will den Entwurf in den kommenden Wochen zur Beratung in Les Corts einbringen. Nach Regierungsangaben wird die künftige Regelung ein System von „Pago por servicios ambientales“ verankern, das Eigentümer finanziell entlohnt, wenn sie Wälder pflegen, Brände vorbeugen und Ökosysteme schützen. Außerdem sollen Verfahren zwischen Verwaltungen, Gemeinden und Bewirtschaftenden beschleunigt werden.
Der Brand war nach Behördenangaben am 25. Juli 2026 ausgebrochen, betraf insgesamt 9.568 Hektar und richtete erhebliche Schäden im Naturpark Sierra de Espadán und in mehreren Gemeinden der Provinz Castellón an; Anfang August wurde er kontrolliert. Pérez Llorca verwies darauf, dass von der verbrannten Gesamtfläche etwas mehr als 300 Hektar in öffentlichem Besitz der Generalitat seien. Daraus leitete er die Bedeutung privater Eigentümer für Prävention, Pflege und beschleunigte Erholung der Flächen ab.
Für die unmittelbare Wiederherstellung nannte die Generalitat eine erste Investitionsphase von 2,7 Millionen Euro mit einer Laufzeit von acht Monaten. Vorrang haben Sicherungsarbeiten an Wegen, die Beseitigung gefährdender Bäume sowie Sofortmaßnahmen zur Stabilisierung der Böden und zum Schutz vor Erosion. Weitere Schritte sollen folgen und auf die Wiederbegrünung, den Schutz sensibler Habitate und die Unterstützung betroffener Gemeinden zielen.
Zu Anspruchsbedingungen, Finanzierung und Kriterien des geplanten Zahlungssystems machte die Regierung noch keine Details. Diese Punkte sollen im parlamentarischen Verfahren präzisiert werden und anschließend in Durchführungsbestimmungen einfließen. Fachverbände und Naturschutzorganisationen mahnen bereits nachvollziehbare Prüfmechanismen, transparente Vergabeverfahren und klare Schutzvorgaben an. Aussagen über Budgets, Fristen und Verteilungsregeln gelten bis zur formellen Vorlage des Entwurfs als offen.
Die angekündigten Schritte sind Teil eines breiteren Hilfs- und Präventionspakets nach dem Großbrand. Nach Darstellung der Regierung sollen Kommunen und Eigentümer bei der Bewältigung unmittelbarer Schäden und bei langfristiger Anpassung an zunehmende Brandgefahren unterstützt werden. Der Beginn der Arbeiten in Artana markiert den operativen Start der ersten Phase; der Gesetzgebungsprozess in Les Corts bildet den politischen Rahmen für dauerhafte Anreize, Zuständigkeiten und Verfahren.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).