Die 79. Tomatina hat am Mittwoch die Straßen von Buñol (Valencia) wie erwartet in Rot getaucht. Nach Angaben der Gemeinde beteiligten sich rund 22.000 Menschen an der gut einstündigen Tomatenschlacht. Etwa 150.000 Kilo Tomaten wurden auf sieben Lkw in das Ortszentrum gebracht und dort verteilt. Eine erste Bilanz der lokalen Einsatzkräfte und übereinstimmende Berichte spanischer Medien, darunter RTVE und EFE, meldeten zunächst keine schweren Verletzungen; kleinere Blessuren wurden vor Ort versorgt.
Die Bürgermeisterin Virginia Sanz und der zuständige Stadtrat Sergio Galarza hatten im Vorfeld höhere Mengen an Wurfmaterial angekündigt und die Organisation als inklusiv sowie für Besucherströme aus dem In- und Ausland gerüstet beschrieben. Der Ablauf folgte den etablierten Sicherheitsmechanismen: Nach dem traditionellen Startsignal setzte die Schlacht ein, Zugänge wurden geregelt, Reinigungs- und Erste-Hilfe-Stationen standen bereit. Die Gemeinde verwies zudem auf barriereärmere Zonen und gesonderte Hinweise für Teilnehmende mit Unterstützungsbedarf.
Die Tomatina von Buñol gilt seit 2002 als Fiesta de Interés Turístico Internacional. Das Fest, das traditionell am letzten Mittwoch im August stattfindet, zieht seit Jahrzehnten Tausende Besucherinnen und Besucher an und ist zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor für den Ort und die Umgebung geworden. Hotellerie und Gastronomie meldeten auch in diesem Jahr eine sehr hohe Auslastung. Nach Angaben der Organisatoren wurde die Tomatenmenge gegenüber dem Vorjahr um etwa 30.000 Kilo aufgestockt, um dem erwarteten Andrang zu entsprechen.
Teilnehmende beschrieben die Atmosphäre als ausgelassen und „stresslösend“. Der Hinweis der Gemeinde, Schutzbrillen zu tragen, Tomaten vor dem Wurf anzudrücken und Glasgegenstände zu vermeiden, wurde über Lautsprecher wiederholt. Die Reinigung der Altstadt begann unmittelbar nach dem Ende des Ereignisses; die Gemeinde setzte dabei auf eingespielte Verfahren zur schnellen Räumung der Straßen.
Die berichteten Kennzahlen beruhen auf offiziellen Mitteilungen der Gemeinde Buñol sowie auf übereinstimmenden Angaben mehrerer spanischer Medien, darunter RTVE, EFE, El País und die Associated Press. Debatten über den Einsatz von Lebensmitteln bei Großveranstaltungen spielten in der tagesaktuellen Berichterstattung nur eine Nebenrolle; eine vertiefte Bewertung ökologischer und wirtschaftlicher Aspekte bleibt mit Blick auf belastbare Nachdaten abzuwarten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).