Wirtschaft

Studie: Pool treibt Immobilienpreise in Spaniens Provinzen sehr ungleich

20minutos berichtet über eine Analyse von pisos.com: Der Aufpreis für Wohnungen mit Pool schwankt je nach Provinz stark – von kaum messbar bis über das Dreifache.

Das Nachrichtenportal 20minutos hat am 28. August eine aktuelle Auswertung des Immobilienportals pisos.com aufgegriffen. Demnach hängt der Preisaufschlag für Wohnungen mit Pool in Spanien stark von der jeweiligen Provinz ab. Laut der Analyse der 50 Provinzen reicht die Differenz gegenüber vergleichbaren Objekten ohne Pool von nahezu vernachlässigbar bis zu mehr als dem Dreifachen.

Die Studie ordnet den Effekt eindeutig als marktgetrieben ein. Entscheidend seien Knappheit und Verteilung des Angebots mit entsprechender Ausstattung. Wo Grundstücke rar sind und Pools selten angeboten werden, fällt der Zuschlag deutlich höher aus. In mehreren Binnenprovinzen öffnet sich daher eine besonders große Preisspanne; als Beispiel wird Zamora genannt. In Regionen mit hoher Dichte an Angeboten mit Pool relativiert sich der Effekt dagegen, weil die Ausstattung dort eher Standard ist.

Am unteren Ende des Spektrums verorten die Autoren Küstenmärkte mit vielen Wohnanlagen, in denen gemeinschaftliche Pools verbreitet sind. Für Alicante weist die Untersuchung nur einen minimalen Mehrpreis aus; ähnlich geringe Zuschläge werden für Málaga, Granada und Barcelona genannt. In absoluten Preisen liegen Objekte mit Pool zwar in teuren Märkten wie den Baleares häufig höher, der Pool selbst wirkt dort jedoch weniger stark als Differenzierungsmerkmal, weil Lage und allgemeines Preisniveau dominieren.

Ferran Font, Leiter der Studienabteilung von pisos.com, wird mit der Einschätzung zitiert, der Pool habe sich vom verzichtbaren Extra zu einem auffälligen Unterscheidungsmerkmal entwickelt. Seine Preiswirkung sei aber nicht einheitlich, sondern vom lokalen Markt abhängig. Diese Aussage beschreibt eine Tendenz; sie ersetzt keine objektbezogene Bewertung.

Für Käufer und Verkäufer folgt daraus: Der finanzielle Effekt eines Pools lässt sich nur im lokalen Vergleich belastbar einschätzen. Marktteilnehmer sollten daher die Dichte ähnlicher Angebote und die Flächenknappheit im jeweiligen Umfeld berücksichtigen. Für die wohnungspolitische Debatte zeigt die Analyse, dass Ausstattungsmerkmale in knappen Märkten preisverstärkend wirken können – ein Aspekt, der jedoch je nach Provinz spürbar unterschiedlich ausfällt.

Die Befunde wurden am 9. Juli zunächst in mehreren Regionalmedien berichtet und am 28. August von 20minutos erneut zusammengefasst. Konkrete Prozentwerte und Ranglisten beruhen auf der Datenauswertung von pisos.com für die 50 spanischen Provinzen.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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