Die Universität León hat am 5. September den Abschluss des Projekts „Territorios que recuerdan“ bekanntgegeben. Die Studentin Laura Pérez Domínguez aus dem Studiengang Grundschulpädagogik dokumentierte in Celadilla del Páramo, Gemeinde Villadangos del Páramo, über 200 Ortsnamen und mehr als 500 historische Fotografien. Die Arbeiten wurden in den Sommermonaten im Rahmen der Becas Ralbar durchgeführt, einem Förderprogramm für Innovation im ländlichen Raum.
Nach Angaben der Universität entstand ein inventarischer Grundstock zur lokalen Toponymie und zur visuellen Erinnerungskultur des Ortes. Die Sammlung stützt sich auf Ortsbegehungen, Gespräche mit Einwohnerinnen und Einwohnern sowie die Digitalisierung privater Bildbestände. Ziel ist es, mündlich überlieferte Bezeichnungen und Alltagswissen zu bewahren und für Bildung und Kulturarbeit vor Ort nutzbar zu machen.
Der aktuelle Anlass ist die Präsentation der Ergebnisse durch die Universidad de León und die Berichterstattung regionaler Medien. Damit liegt erstmals ein zusammenhängendes Verzeichnis vor, das die amtlichen und in der Bevölkerung gebräuchlichen Namen von Fluren, Wegen und Gewässern mit historischen Aufnahmen verknüpft. Die zusammengetragenen Materialien sollen der Gemeinde als Grundlage für künftige Projekte dienen, etwa für die Vermittlung regionaler Geschichte, für lokale Ausstellungen oder für digitale Archive.
Die Universität ordnet das Vorhaben in die Becas Ralbar ein, ein Programm, das Studierenden praxisnahe Projekte in ländlichen Gemeinden der Provinz León ermöglicht. Partner ist die Fundación Banco Sabadell. Die Förderlinie zielt darauf, wissenschaftliche Methoden mit lokaler Expertise zu verbinden und so Wissen im jeweiligen Dorfkontext zu verankern. Für Celadilla del Páramo bedeutet dies, dass nicht nur Namen und Bilder erfasst wurden, sondern auch Hinweise auf Nutzungen, Wegerouten und Veränderungen in der Landschaft.
Bewertung und Grenzen: Die nun vorliegenden Zahlen – über 200 erfasste Ortsnamen und mehr als 500 Fotografien – sind ein substanzieller Zuwachs für die ortsgeschichtliche Dokumentation. Welche Teile der Sammlung öffentlich zugänglich werden, hängt von Rechten, technischer Aufbereitung und kommunaler Abstimmung ab. Aussagen zur Wirkung auf Bildung und Gemeindeleben sind zum jetzigen Zeitpunkt als Ausblick zu verstehen; belastbare Folgestudien liegen noch nicht vor. Klar ist jedoch, dass die Verbindung von Toponymie und Fotogeschichte ein präziseres Bild der jüngeren Vergangenheit von Celadilla del Páramo ermöglicht und die Weitergabe lokalen Wissens erleichtert.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).