In der Provinz Sevilla hat am 10. September das Schuljahr 2026/27 begonnen. Nach Angaben der Bildungsbehörden kehrten 160.667 Kinder und Jugendliche des zweiten Zyklus der Educación Infantil, der Primarstufe und der Sonderpädagogik in 564 öffentliche und private Zentren zurück. Die Zahl der im öffentlichen Dienst beschäftigten Lehrkräfte in der Provinz liegt bei 23.995.
Zentrales politisches Vorhaben zum Start ist die Verringerung der Klassengrößen in den dreijährigen Jahrgängen: Die Junta de Andalucía senkt die Zahl der Kinder pro Gruppe in dieser Stufe auf 22 und hat dafür in 47 Grundschulen zusätzliche Klassen eingerichtet. Die Maßnahme wird von der Regionalregierung mit dem demografischen Rückgang und dem Ziel begründet, Betreuung und individuelle Förderung in den ersten Bildungsjahren zu verbessern. Parallel wurden die Lehrkräfteteams verstärkt.
Über die pädagogischen Anpassungen hinaus verweist die Junta auf bauliche Investitionen: In diesem Schuljahr laufen in 54 öffentlichen Schulen und Instituten der Provinz Maßnahmen zur Instandsetzung und Modernisierung. Nach Behördenangaben sind 61 Eingriffe abgeschlossen, weitere sollen bis Jahresende fertig werden; das Investitionsvolumen übersteigt 14,4 Millionen Euro.
Die Stadt Sevilla meldet flankierend eigene Arbeiten in ihren Zuständigkeitsbereichen. In 49 städtischen Schulen wurden in den vergangenen Monaten Wartung, Reparaturen und Erneuerungen umgesetzt, finanziert mit 5,6 Millionen Euro. Zudem hat die Kommune ein neues, extern vergebenes Reinigungsmodell für die öffentlichen Schulen eingeführt, das seit dem 1. September gilt. Es sieht laut Rathaus mehr Personal, moderne Ausrüstung und klarere Einsatzpläne vor. Vor Beginn des Unterrichts wurden mehr als 1.000 Reinigungsmaßnahmen an Außenanlagen der Einrichtungen durchgeführt. Nach städtischen Angaben sind in dem neuen System rund 400 Beschäftigte eingeplant.
Faktisch lassen sich damit zwei Ebenen unterscheiden: regional veranlasste Bildungspolitik (kleinere Gruppen in Infantil, mehr Personal) und kommunale Infrastruktur- und Hygienemaßnahmen (Sanierung, Reinigung). Beide Seiten nennen als Ziel eine Verbesserung der Lern- und Arbeitsbedingungen. Ob sich daraus bereits messbare Effekte bei Lernergebnissen, Personaleinsatz oder Raumnutzung ergeben, ist zum Start des Schuljahrs offen und von den zuständigen Stellen nicht beziffert worden.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).