Katalonien

Katalonien und Osaka vereinbaren Zusammenarbeit bis 2029

Der Präsident der Generalitat, Salvador Illa, und Osakas Vizegouverneur Yamaguchi Nobuhiko haben ein Memorandum unterschrieben, das wirtschaftliche, wissenschaftliche und kulturelle Kooperationen bis 2029 vorsieht.

Katalonien und die Präfektur Osaka haben am 10. September 2026 ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die Vereinbarung wurde vom Präsidenten der Generalitat, Salvador Illa, und dem Vizegouverneur von Osaka, Yamaguchi Nobuhiko, unterschrieben und soll nach übereinstimmenden Angaben beider Seiten bis 2029 gelten. Ziel ist es, die institutionellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Beziehungen zu vertiefen sowie den Austausch in Handel, Forschung, Gesundheit, Kultur und Tourismus auszubauen.

Die Generalitat bezeichnete das Memorandum als ersten Schritt zu einer breiteren Partnerschaft. Konkrete operative Maßnahmen sollen in Folgeverhandlungen präzisiert werden. Genannt werden unter anderem bilaterale Delegationsreisen, gemeinsame Projekte in Forschung und Innovation sowie ein vertiefter Austausch im Gesundheitsbereich. Detaillierte Projektlisten, finanzielle Zusagen oder ein verbindlicher Zeitplan über 2029 hinaus liegen derzeit nicht vor.

Der aktuelle Abschluss knüpft an eine längerfristige Annäherung zwischen Katalonien und Japan an. 2025 und 2026 wurde sie durch das Programm Any Catalunya-Japó und die Vorbereitung der Präsenz Kataloniens auf der Expo in Osaka sichtbar. Aus Sicht der katalanischen Regierung dient die Kooperation der Diversifizierung außenwirtschaftlicher Beziehungen und der Stärkung von Forschungskopplungen in technologieintensiven Branchen. Von Seiten der Präfektur Osaka wird die Zusammenarbeit als Gelegenheit gewertet, wirtschaftliche Verbindungen nach Europa zu vertiefen und wissenschaftliche Netzwerke auszubauen.

Fest steht damit das Rahmenwerk, offen bleiben jedoch zentrale Umsetzungsfragen: Welche Hochschulen, Forschungsinstitute, Krankenhäuser oder Unternehmen sich in welchen Formaten beteiligen, ist bislang nicht festgeschrieben. Auch die Verteilung möglicher Fördermittel, Meilensteine einzelner Vorhaben und Evaluationskriterien wurden nicht veröffentlicht und sollen in nachgelagerten Absprachen definiert werden.

Nach Angaben der Generalitat und der Präfektur handelt es sich um eine politisch-programmatische Absichtserklärung, die den rechtlichen Rahmen für sektorale Vereinbarungen auf Arbeitsebene schaffen soll. Der vollständige Wortlaut des Memorandums war zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht öffentlich zugänglich; die beteiligten Institutionen kündigten an, weitere Details nachzureichen.

Der Abschluss unterstreicht das außenwirtschaftliche Profil Kataloniens und die Suche Osakas nach engeren Verbindungen in Europa. Welche Wirkung die Partnerschaft im Alltag von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Gesundheitsdiensten entfaltet, wird sich an den in den kommenden Monaten ausgehandelten Umsetzungsprojekten zeigen.

Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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