Balearen

Rettungskräfte bergen 17 Migranten südlich von Formentera

Vor Formentera sind am Samstag 17 Menschen aus einer Patera gerettet worden. Laut Delegación del Gobierno erfolgte der Einsatz gegen 16.40 Uhr rund zwei Seemeilen südlich der Insel.

Vor Formentera sind am Samstag, 29. August 2026, 17 Menschen aus einer Patera gerettet worden. Nach Angaben der Delegación del Gobierno in den Balearen erfolgte der Einsatz gegen 16.40 Uhr rund zwei Seemeilen südlich der Insel. Eingesetzt waren der staatliche Seenotdienst Salvamento Marítimo und das Servicio Marítimo der Guardia Civil. Details zum Ablauf der Alarmierung machte die Behörde nicht öffentlich.

Zu Gesundheitszustand, Alter und Geschlecht der Geretteten lagen am Sonntag zunächst keine gesicherten Informationen vor. Nach Behördenangaben handelt es sich mutmaßlich um Personen aus dem Maghreb. Die Identifizierung der Ankommenden und die weiteren Maßnahmen liegen bei den zuständigen staatlichen und regionalen Stellen. Angaben darüber, in welchen Hafen die Menschen gebracht wurden, machte die Delegación del Gobierno nicht.

Die Rettung reiht sich in eine Serie von Vorfällen in den Gewässern der Balearen ein. Mitte August hatten die Behörden mehrfach Boote im Umfeld von Formentera, Ibiza und Mallorca lokalisiert. So meldete Europa Press am 11. und 12. August Anlandungen und Rettungen bei Formentera mit insgesamt mehr als 30 Menschen an Bord, am 13. August wurden elf Personen südlich von Formentera gerettet, am 20. August weitere 16. Anfang August war zudem ein schwerer Unglücksfall bekannt geworden: Mindestens 17 Menschen kamen laut Behördenangaben ums Leben, nachdem ein Boot auf dem Weg zu den Balearen tagelang auf See getrieben war.

Zuständig für Einsätze auf See ist in Spanien Salvamento Marítimo, dessen Einheiten mit dem Servicio Marítimo der Guardia Civil zusammenarbeiten. Die Delegación del Gobierno in den Balearen koordiniert die Informationen zwischen den staatlichen Diensten und den regionalen Behörden. Für Aufnahme, Registrierung, gesundheitliche Erstversorgung und gegebenenfalls weitere Schritte gelten die landesweiten Verfahren, die nach jedem Grenzübertritt greifen. Konkrete Entscheidungen zu diesem aktuellen Fall lagen bis zum Redaktionsschluss nicht vor.

Mit dem späten Sommer und günstigen Wetterfenstern verzeichnen die Behörden in den Seegebieten des westlichen Mittelmeers erfahrungsgemäß vermehrt Starts kleiner Boote. Offizielle Stellen und Hilfsorganisationen weisen regelmäßig auf die Gefahren der Überfahrten hin. Für den jetzt bestätigten Einsatz vor Formentera sind über die genannten Eckdaten hinaus derzeit keine zusätzlichen verlässlichen Einzelheiten veröffentlicht worden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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