Reinosa in Kantabrien hat am Dienstag, 1. September, eine Mindesttemperatur von 6,3 Grad Celsius um 6.30 Uhr verzeichnet. Nach Angaben der spanischen Wetterbehörde AEMET war dies die zweitniedrigste gemessene Temperatur in Spanien an diesem Morgen. Kälter war nur die Station Puerto Pico in der Provinz Ávila mit 4,8 Grad.
Auch eine weitere Station in Kantabrien tauchte unter den kältesten Orten des Landes auf: In der Hütte Cabaña Verónica im Picos de Europa wurde um 5.50 Uhr eine Temperatur von 7,4 Grad registriert. Innerhalb der Region fielen zudem Tiefstwerte in höher gelegenen und Talregionen auf, darunter Alto Campoo mit 8,3 Grad, Bárcena Mayor in der Gemeinde Los Tojos mit 8,6 Grad sowie Polientes in Valderredible mit 8,9 Grad.
Im Gegensatz dazu lagen die höchsten nächtlichen Werte an der Küste deutlich höher. In San Vicente de la Barquera wurden 19,8 Grad gemessen, in Santander 19,3 Grad und am Flughafen Seve Ballesteros ebenfalls 19,3 Grad. In Torrelavega verzeichnete das Messnetz 19,1 Grad und in Castro Urdiales 18,9 Grad. Der ausgeprägte Unterschied zwischen kühlen Binnen- und Berglagen und den milderen Küstenorten entspricht den typischen topografischen und maritimen Einflüssen in Kantabrien: In Tallagen und windgeschützten Hochtälern kann sich die Luft in klaren Nächten stärker abkühlen, während die Küste vom temperaturausgleichenden Einfluss des Meeres profitiert.
Die genannten Werte stammen aus dem automatisierten Beobachtungsnetz der AEMET. Solche Ranglisten werden aus den Messreihen zahlreicher Stationen gebildet und beziehen sich auf tagesaktuelle Extremwerte. Sie sind meteorologisch kurzfristig bedeutsam, etwa für Landwirtschaft, Tourismus in Höhenlagen und kommunale Dienste, die Frühwerte für Bewässerung, Pflanzenschutz oder Infrastrukturplanung auswerten.
Eine klimatologische Einordnung erfordert längere Zeitreihen und Normwerte. Aus den vorliegenden Einzelbeobachtungen lassen sich daher keine belastbaren Aussagen zu Trends ableiten. AEMET weist in ihren Veröffentlichungen regelmäßig darauf hin, dass Tagesextreme im Kontext mehrjähriger Daten zu interpretieren sind. Fest steht für den 1. September: Reinosa gehörte mit 6,3 Grad zu den kältesten Orten Spaniens; die Spanne reichte an diesem Morgen von knapp fünf Grad im Inneren Kastiliens bis fast 20 Grad an der kantabrischen Küste.
Alle Zeitangaben beziehen sich auf Ortszeit in Spanien am 1. September. Die Institution AEMET wird als Quelle der Messdaten genannt; regionale Medien haben die Angaben am Morgen aufgegriffen und verbreitet.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).