Politik

Regierung erwartet über 100 Millionen Euro Entschädigungen nach Erdbeben in Granada

Die spanische Regierung rechnet für die seit dem 14. August andauernde seismische Serie in der Provinz Granada mit Entschädigungszahlungen von über 100 Millionen Euro. Der Consorcio de Compensación de Seguros hat seine Abläufe und…

Die spanische Regierung hat am 26. August mitgeteilt, dass der Consorcio de Compensación de Seguros (CCS) infolge der Erdbebenserie in der Provinz Granada Entschädigungen in einer Größenordnung von mehr als 100 Millionen Euro erwartet. Die dem Ministerio de Economía, Comercio y Empresa zugeordnete öffentliche Einrichtung hat dafür ihre Servicekanäle verstärkt und ein außerordentliches Gutachterteam eingesetzt, um Schadenserfassung und Auszahlungen zu beschleunigen.

Nach Angaben der Regierung und des CCS steigt die Zahl der Anträge fortlaufend; in den kommenden Wochen wird mit einem hohen Meldeaufkommen gerechnet. Als Arbeitshypothese nennt das Ministerio de Economía, Comercio y Empresa bis zu 60.000 Anträge. Der Wirtschaftsminister Carlos Cuerpo traf sich am 26. August mit betroffenen Kommunen in der Provinz Granada und stellte ein beschleunigtes Verfahren in Aussicht. Parallel dazu wurden Informations- und Beratungsmöglichkeiten für Betroffene ausgeweitet.

Der CCS erinnert daran, dass Erdbebenschäden in Spanien über den Fonds für außerordentliche Risiken reguliert werden, sofern zum Zeitpunkt des Ereignisses eine gültige Versicherungspolice bestand. Anspruchsberechtigt sind demnach Versicherungsnehmende, deren versicherte Objekte betroffen sind; die Entschädigungshöhe richtet sich nach den vertraglichen Bedingungen sowie den Regeln des Consorcio de Compensación de Seguros. Der Prozess umfasst die Schadenmeldung, die Begutachtung durch Sachverständige und die anschließende Auszahlung.

Hintergrund ist eine seismische Serie, die am 14. August 2026 im Raum Alhendín, Gójar und La Zubia einsetzte und in der Folge zahlreiche Erschütterungen verursachte. Regionale und nationale Stellen berichten von spürbaren Beben, in Einzelfällen auch mit Magnituden im mittleren Viererbereich. Bereits in der Vorwoche lagen fünfstellige Schadenzahlen vor; die aktuelle Regierungsannahme eines Gesamtvolumens von über 100 Millionen Euro stützt sich auf die Dynamik der eingehenden Meldungen und die Ausweitung der Begutachtungen.

Die Ankündigung signalisiert administrativen Handlungsdruck und soll Liquidität für Geschädigte mobilisieren. Offen bleibt, wie rasch die flächendeckende Auszahlung erfolgt und in welchem Maß kommunale Feststellungen mit den Versicherungsprozessen synchronisiert werden. Endgültige Schadenssummen hängen von weiteren Gutachten und der Prüfung der Versicherungsverträge ab. Zugleich prüft die Regierung ergänzende Maßnahmen für die betroffenen Gemeinden, die über die Versicherungsentschädigungen hinausgehen könnten.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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