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Regierung Aragón beantragt Untersuchungshaft ohne Kaution für Riglos-Beschuldigten

Die Regierung Aragóns hat bei der Richterin in Jaca Untersuchungshaft ohne Kaution für den einzigen Beschuldigten im Brandfall von Santa María de la Peña beantragt. Begründet wird der Schritt mit Fluchtgefahr und dem Umzug…

Die Regierung Aragóns hat bei der zuständigen Richterin in Jaca Untersuchungshaft ohne Kaution für den einzigen Beschuldigten im Brandfall von Santa María de la Peña beantragt. Der Schritt folgt unmittelbar auf die offizielle Beteiligung des Landes an dem Verfahren als geschädigte Partei. Alternativ regt die Verwaltung an, eine Haftabwendung nur gegen Hinterlegung einer Kaution von 100.000 Euro zuzulassen.

Zur Begründung verweist die Dirección General de Servicios Jurídicos auf ein erhöhtes Fluchtrisiko. Maßgeblich sei, dass der Beschuldigte seinen Wohnsitz in die Autonome Gemeinschaft Valencia verlegt habe. Aus Sicht der Landesregierung zeigt dies die Grenzen der bislang geltenden Auflagen und gebietet strengere Maßnahmen, um eine Entziehung vom Verfahren zu verhindern.

Das Verfahren wird in Jaca geführt. In einer frühen Phase war der Mann in Untersuchungshaft genommen worden. Die Audiencia Provincial de Huesca hob diese Maßnahme später auf und setzte ihn unter Auflagen auf freien Fuß. Die Begründung der Kammer: Die damalige Indizlage reichte nicht aus, um die Haft fortzusetzen. Mit dem neuen Antrag versucht die Regierung Aragóns, die jüngst veränderte Situation des Beschuldigten in die gerichtliche Abwägung einzubringen. Über den Antrag entscheidet nun das Gericht in Jaca.

Parallel laufen die Ermittlungen weiter. Nach übereinstimmenden Berichten hat die Richterin die forensische Auswertung zweier sichergestellter Mobiltelefone angeordnet. Zudem wird Videomaterial geprüft, das den Beschuldigten in zeitlicher und räumlicher Nähe zum mutmaßlichen Brandbeginn in Las Peñas de Riglos zeigen soll. Aus den bislang bekannten Sequenzen lasse sich jedoch nicht ableiten, dass er das Feuer selbst gelegt habe. Es handelt sich um Ermittlungsansätze; belastbare rechtliche Feststellungen stehen aus.

Der Brand bei Las Peñas de Riglos gilt als einer der schwersten der jüngeren Zeit in Aragón. Behörden berichten von großflächigen Schäden, Evakuierungen mehrerer Ortschaften und Sorgen um Kulturgüter wie das Kloster San Juan de la Peña. Politisch ist der Fall aufgeladen: Vertreter der Regierung und der Opposition bewerten Verantwortung und mögliche Versäumnisse unterschiedlich. Diese Zuschreibungen sind nicht mit gerichtlichen Feststellungen gleichzusetzen.

Mit dem Antrag auf Untersuchungshaft ohne Kaution verschärft sich die prozessuale Lage für den Beschuldigten erneut. Ob das Gericht dem folgt, dürfte auch davon abhängen, wie es die Fluchtgefahr, die Wirksamkeit milderer Mittel und die Ergebnisse der laufenden Auswertungen gewichtet.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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