Die Policía Foral hat am vergangenen Wochenende in Navarra fünf Jugendliche festgenommen. In Pamplona wurden in der Nacht zum Montag drei junge Männer nach einer Auseinandersetzung im Stadtteil La Milagrosa in Gewahrsam genommen. Nach Polizeiangaben erlitt dabei ein Beteiligter blutende Gesichtsverletzungen. Ein Minderjähriger soll daraufhin zu Fuß geflohen sein, zwei Männer verfolgten ihn demnach und trugen dabei ein Messer. Einsatzkräfte stoppten die Verfolger und nahmen sie wegen des Verdachts der Bedrohung fest; der Minderjährige wurde wegen Körperverletzung festgenommen. Angaben über den genauen Gesundheitszustand des Verletzten liegen über die gemeldeten Gesichtsverletzungen hinaus nicht vor.
Ein zweiter Einsatz ereignete sich bereits in der Nacht zum Samstag in Cascante während der Patronatsfeierlichkeiten. Vor einem Nachtlokal kam es dort zu einer massenhaften Schlägerei. Kräfte der Comisaría de Tudela rückten mit Unterstützung der Policía Local von Cascante an und nahmen zwei Männer im Alter von 18 und 19 Jahren fest. Sie stehen im Verdacht, einem weiteren Beteiligten Verletzungen zugefügt zu haben. Zu möglichen Motiven oder Vorbeziehungen der Gruppen machten die Behörden zunächst keine Angaben.
Beide Vorgänge werden von den zuständigen Einheiten der Polizeikommissariate in Pamplona und Tudela weiter aufgeklärt. Die Ermittlungen dauern an; die Fälle wurden an die Justiz übergeben. Die Polizei präzisierte, dass im Fall La Milagrosa ein Messer mitgeführt worden sei. Ob die Klinge eingesetzt wurde, war zunächst unklar.
Die Vorfälle fielen in die Zeit mehrerer örtlicher Fiestas in Navarra, zu denen regelmäßig verstärkte Sicherheitspräsenz angeordnet wird. In den vergangenen Jahren hatten regionale und kommunale Behörden ihre Koordination bei Großveranstaltungen ausgebaut, um spontanen Gewalteskalationen in Festumfeldern zu begegnen. Konkrete straf- oder ordnungsrechtliche Folgen für die Festgenommenen werden sich erst nach Abschluss der Ermittlungen und gegebenenfalls nach richterlicher Vorführung abzeichnen.
Nach derzeitiger Lage bewerten die Ermittler die beiden Einsätze als voneinander unabhängig. Weitere Details – etwa zu Tatwerkzeugen in Cascante oder zu möglichen Anzeigen der Verletzten – wurden am Montag zunächst nicht veröffentlicht. Die Policía Foral kündigte an, nach Auswertung der ersten Protokolle weitere Informationen an die Justiz und, soweit möglich, an die Öffentlichkeit zu geben.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).