Kurzmeldung
Der Partido Popular geht davon aus, dass das Parlament der Balearen die vom Consell de Mallorca eingebrachte Initiative zur Begrenzung der Fahrzeugeinreise nach Mallorca noch im Oktober oder November 2026 in seinen Beratungen voranbringen wird. Das sagte der Sprecher der Partido Popular im Parlament, Sebastià Sagreras, am 8. September 2026 in Palma. Er nannte den Zeitplan im Vorfeld der Plenarsitzung, in der die „toma en consideración“ (Aufnahme in die parlamentarische Beratung) debattiert wird. Nach Darstellung der Partei könnte das Gesetz dann rechtzeitig zur Touristensaison 2027 in Kraft treten, sofern die folgenden Verfahrensschritte planmäßig laufen.
Der Entwurf, den der Consell de Mallorca im Sommer 2026 verabschiedet und dem Parlament zugeleitet hat, sieht vor, eine Obergrenze für die Zahl einreisender Fahrzeuge und für Mietwagenflotten festzulegen. Der Consell betont, die Maßnahme diene der Entlastung von Verkehr, Umwelt und Infrastruktur in Spitzenzeiten und der Verbesserung der Lebensqualität für Anwohnerinnen und Anwohner. Für die Ausarbeitung wurden nach Angaben des Inselrats Hafenbehörden, Autovermieter, Umweltverbände und die Dirección General de Tráfico konsultiert.
Im Parlament wollen die Fraktionen zunächst Änderungsanträge einreichen; anschließend folgen Beratungen in Arbeitsgruppen und Ausschüssen. MÉS per Mallorca hat sich öffentlich grundsätzlich für eine Limitierung ausgesprochen, fordert aber verbindliche Fristen, Kontrollmechanismen und Transparenz bei der Zuteilung von Kontingenten. Vox kündigte an, sich im zugehörigen Votum zu enthalten. Wirtschaftsvertreter mahnen dagegen Planbarkeit für Flottenbetreiber und den Tourismussektor an; Umweltorganisationen begrüßen die Initiative als Beitrag gegen Staus, Lärm und Emissionen.
Rechtlich handelt es sich um ein Gesetz der autonomen Gemeinschaft der Balearen; für die praktische Umsetzung sind Abstimmungen mit nationalen Behörden und den Betreibern der See- und Luftzugänge erforderlich. Entscheidend für den Zeitplan bleiben die Ergebnisse der angekündigten Belastungsstudie sowie die Einigung auf Vergabekriterien für Kontingente. Ein endgültiger Beschluss fällt erst mit dem abschließenden Parlamentsvotum.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).