Die Generalitat de Catalunya hat die Beteiligung am von mehreren Lehrerorganisationen ausgerufenen Streik am 8. September 2026 um 11:30 Uhr mit 9,3 Prozent beziffert. Die Angabe bezieht sich auf die bis dahin eingegangenen Rückmeldungen aus den staatlichen und öffentlich finanzierten Schulen. Die Behörde betonte, der Wert könne sich mit weiteren Meldungen im Tagesverlauf noch verändern.
Gewerkschaften wie Ustec und CGT wiesen die Regierungszahl als zu niedrig zurück und meldeten deutlich höhere Quoten. In Medienberichten war von Beteiligungen zwischen 20 und 30 Prozent die Rede. Solche Abweichungen sind bei Arbeitskämpfen üblich: Verwaltung und organisierte Arbeitnehmerschaft erfassen unterschiedliche Personengruppen und Zeitfenster und legen verschiedene Zählweisen zugrunde. Verifizierte, endgültige Zahlen für den gesamten Streiktag lagen zunächst nicht vor.
Die Bildungsministerin Esther Niubó rief am Montag zur Deeskalation auf und bekräftigte die Dialogbereitschaft der Regierung. Sie verwies auf anstehende Gespräche in der Mesa Sectorial mit den Sozialpartnern. Zugleich hielt das Departament d’Educació an den per Resolution festgelegten Mindestdiensten fest, um Betreuung und Basisbetrieb an den Schulen zu sichern. Nach übereinstimmenden Medienberichten und Angaben der Generalitat begann der Unterricht an den meisten Zentren planmäßig; örtlich kam es zu Kundgebungen und einzelnen Beeinträchtigungen.
Hintergrund des Konflikts sind seit längerem schwelende Streitpunkte über Personalausstattung, Klassenhöhen und Gehaltsfragen im öffentlichen Schulsystem. Mehrere Verbände hatten bewusst den ersten Schultag für einen Ausstand gewählt, um auf aus ihrer Sicht unzureichende Fortschritte in Verhandlungen aufmerksam zu machen. Die Regierung verweist dagegen auf haushälterische Zwänge und bereits eingeleitete Maßnahmen, unter anderem zur Personalplanung und zur Organisation des Schuljahres 2026/2027.
Fakten und Zuschreibungen sind zu trennen: Die 9,3 Prozent sind eine offizielle, zeitpunktbezogene Angabe der Generalitat (Erhebung 11:30 Uhr, 8. September 2026). Höhere Prozentsätze stammen aus gewerkschaftlichen Mitteilungen, die von Medien verbreitet wurden. Ob und in welchem Umfang weitere Streiktage folgen, ist eine Ankündigung der Gewerkschaften und keine beschlossene Tatsache. Die politische Bewertung bleibt kontrovers: Während das Kabinett die Aufrechterhaltung des Regelbetriebs und den Fortgang strukturierter Verhandlungen betont, sehen die Gewerkschaften die Mobilisierung als Signal für Unzufriedenheit in der Basis und fordern rasche, substanzielle Zusagen. Entscheidungen darüber werden in den kommenden Gesprächen erwartet.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).