Zum Beginn des Schuljahres hat Spaniens Bildungsministerin Milagros Tolón am 8. September in Ceuta zugesagt, unbegleitete Minderjährige, die in der Stadt verbleiben, in das Bildungssystem aufzunehmen. Sie betonte, das Ministerium für Bildung werde internationale Verpflichtungen und spanisches Recht wahren und gleichzeitig einen geordneten Unterrichtsbetrieb sicherstellen. Ziel sei es, das Recht der Kinder auf Bildung zu garantieren, ohne den regulären Schulablauf zu beeinträchtigen.
Die Delegación del Gobierno in Ceuta und La Moncloa meldeten am Dienstag eine Gesamtanwesenheit von rund 70 Prozent am ersten Schultag. Nach diesen Angaben lag die Präsenz in der Primarstufe bei etwa 65 Prozent, in den weiterführenden Schulen bei rund 83 Prozent. Die Zahlen wurden am 7. und 8. September von der Zentralregierung kommuniziert.
Nach Regierungsangaben wurden vor dem Schulstart Gebäude, die während der Migrationsbewegungen im Sommer vorübergehend als Notunterkünfte dienten, geräumt und gereinigt. Tolón verwies zudem auf ein psychosoziales Unterstützungsprogramm für belastete Schülerinnen und Schüler. Parallel werde ein Koordinationsmechanismus zwischen Bildungsbehörden, Sicherheitskräften und sozialen Diensten aufgebaut, um sichere Schulwege und angepasste Betreuungszeiten zu organisieren.
Aus Schulleitungen und lokalen Bildungsstellen war am Dienstag von uneinheitlichen Ausgangslagen die Rede. Einige Zentren öffneten regulär, andere meldeten Engpässe bei Räumen und Personal sowie einen erhöhten Informationsbedarf bei Familien und Lehrkräften. Die Provinzvertretung der Zentralregierung sprach von laufenden Abstimmungen, um Ressourcen bedarfsgerecht zu verteilen und kurzfristige Übergangslösungen in betroffenen Einrichtungen zu ermöglichen.
Tolóns Zusicherung zielt nach Regierungsdarstellung auf zwei miteinander verbundene Aufgaben: den Zugang zu Bildung für Minderjährige ohne Begleitung und die Aufrechterhaltung verlässlicher Strukturen für alle Schülerinnen und Schüler in Ceuta. Die Ministerin rief zur Ruhe auf und kündigte an, die Maßnahmen in den kommenden Wochen nachzusteuern, sofern der Schulalltag dies erfordere.
Beobachter in Ceuta werten die angekündigte Koordination und die Reinigung der zuvor belegten Gebäude als notwendige Vorbedingungen für den regulären Unterrichtsbeginn. Ob die Maßnahmen den erwarteten Zustrom schulpflichtiger Minderjähriger ohne größere Störungen auffangen, wird sich mit fortschreitender Einschulung zeigen. Die Umsetzung vor Ort gilt als Prüfstein dafür, wie effektiv die Zusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Bildung, der Delegación del Gobierno und den Schulen in der neuen Lage funktioniert.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).