Wirtschaft

Neue Daten: Mehr Spanier reisen im September, Preise bis zu 25 Prozent niedriger

ObservaTUR meldet mehr September-Urlauber in Spanien, Kayak sieht Flüge, Hotels und Mietwagen deutlich günstiger als im Hochsommer.

Madrid, 27. August 2026 — Der September gewinnt in Spanien weiter an Bedeutung als Reisemonat. Nach dem heute veröffentlichten Saisonbericht des Observatorio Nacional del Turismo Emisor (ObservaTUR) planen 17 Prozent der Spanier ihren Urlaub im September. Zugleich entscheiden sich rund 65 Prozent dieser Reisenden für ein Ziel innerhalb Spaniens. Gegenüber 2022 ist der Anteil der September-Planer um fünf Punkte gestiegen.

Ein wesentlicher Treiber sind niedrigere Preise nach der Hochsaison. Laut einer am 27. August 2026 präsentierten Auswertung des Reiseportals Kayak sind Flüge im September und Oktober durchschnittlich 25 Prozent günstiger als in Juli und August. Hotels kosten demnach im Mittel 21 Prozent weniger, Mietwagen 27 Prozent weniger. Die Plattform führt den Trend ausdrücklich auf gesunkene Tarife außerhalb der Spitzenmonate zurück.

ObservaTUR stützt seine Befunde auf regelmäßige Erhebungen zum Reiseverhalten in Spanien. Das Observatorium sieht in der Verlagerung in die Nachsaison eine Entwicklung, die sich über mindestens drei Jahre verstetigt hat. Kayak verweist auf interne Such- und Angebotsdaten. Beide Veröffentlichungen datieren vom 27. August 2026. Methodisch handelt es sich um Momentaufnahmen; je nach Region und Ziel können Abweichungen auftreten.

Hintergrund sind mehrere strukturelle Faktoren. Erstens hat sich die Nachfrage nach der Pandemie erholt, zugleich bleiben Urlaubsplanungen flexibler. Zweitens belasten Inflation und gestiegene Zinsen die Haushaltsbudgets, was die Preiselastizität erhöht. Drittens verteilt sich die Nachfrage zeitlich breiter, was Überfüllung und Spitzenpreise im Hochsommer dämpfen kann. Nach Angaben von ObservaTUR nutzen insbesondere ältere Reisende und Familien mit flexibleren Zeitfenstern den September häufiger.

Für die Tourismuswirtschaft eröffnet die stärkere September-Nachfrage Chancen und Aufgaben. Anbieter können Kapazitäten in die Zwischensaison verschieben und Preismodelle anpassen. Gleichzeitig erfordert die Ausweitung der Saison Personal- und Serviceplanung über die bisherigen Höhepunkte im Juli und August hinaus. Verkehrsunternehmen und Hotellerie profitieren von einer gleichmäßigeren Auslastung, müssen aber auf kurzfristige Nachfrageschwankungen reagieren.

Zusammengefasst deuten die heute publizierten Daten darauf hin, dass der September seine Rolle als preisgünstige und planbare Alternative zum Hochsommer festigt. Ob sich der Trend weiter verstärkt, hängt von der Preisentwicklung in der Luftfahrt und Hotellerie, der allgemeinen Kaufkraft der Haushalte sowie von witterungs- und kalenderbedingten Effekten in der Nebensaison ab.

Redakteur: Daniel Mayer (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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