Kanaren

NASA dankt 112 Canarias für Unterstützung im Artemis-Programm

Die amerikanische Raumfahrtbehörde hat dem kanarischen Notfallzentrum CECOES 112 diese Woche für dessen Beitrag zur Vorbereitung von Artemis-Einsätzen gedankt.

Das Centro Coordinador de Emergencias y Seguridad (CECOES 112) der Kanarischen Inseln hat in dieser Woche den Arzt Fernando Guillén empfangen, der die NASA in der Makronesien vertritt. Nach Angaben des Gobierno de Canarias dankte Guillén dem Leitstellenverbund und seinem Personal für die Mitwirkung an der Vorbereitung medizinischer und operativer Abläufe, die im Umfeld des Mondprogramms Artemis relevant werden können.

An dem Empfang nahmen der Vizeminister für Notfälle und Wasser, Marcos Lorenzo, der Generaldirektor für Notfälle, Fernando Figuereo, der Direktor von 112 Canarias, Moisés Sánchez, sowie die Leiterin des Dienstes für Bevölkerungsschutz und Notfallhilfe, Montse Román, teil. Konkrete Vereinbarungen wurden dabei nicht bekanntgegeben; die Regionalregierung sprach von einem offiziellen Dankesakt der NASA.

Hintergrund ist ein Besuch einer NASA-Delegation Mitte April 2026, bei dem Vertreter der Raumfahrtbehörde auf Tenerife Einrichtungen des Gesundheitswesens und die Einsatzführung des CECOES 112 begutachteten. Ziel war es, die Leistungsfähigkeit der kanarischen Strukturen für mögliche Notfälle mit Bezug zu Artemis einzuschätzen, etwa bei medizinischer Versorgung oder bei der Koordinierung externer Rettungseinsätze im Atlantik. Laut Regionalregierung wurden dabei technische Mittel, Personal und der Betrieb der Leitstelle vorgeführt.

Die NASA verfolgt mit Artemis die bemannte Rückkehr zum Mond. Dafür werden neben Start- und Landeplänen auch internationale Unterstützungsnetze geprüft, um im seltenen Fall ungeplanter Szenarien entlang transatlantischer Korridore schnell reagieren zu können. Die geographische Lage der Kanaren und die vorhandenen Rettungs- und Gesundheitsstrukturen machen das Archipel aus Sicht der Beteiligten für solche Lagen potenziell relevant.

Zugeschriebene Aussagen der Regionalregierung betonen die Bedeutung reibungsloser Koordination zwischen Leitstellen, Sanitätsdiensten und weiteren Einsatzkräften. Offene Punkte bleiben jedoch: Über formale Abkommen zwischen der NASA und spanischen oder kanarischen Behörden, über Zuständigkeiten, Haftungsfragen oder finanzielle Regelungen liegen bislang keine belastbaren Angaben vor. Ebenso ist unklar, welche konkreten Protokolle im Ernstfall gelten und wie häufig Übungen mit internationaler Beteiligung stattfinden sollen.

Für die Kanaren könnte die Anerkennung zu vertiefter Zusammenarbeit, zusätzlicher Ausbildung und gezielten Investitionen in Einsatztechnik führen. Entscheidend wird sein, ob aus den Sondierungen verbindliche Arbeitsabläufe entstehen – und wie diese zwischen den zuständigen Stellen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene abgestimmt werden.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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