Baskenland

Metalltarif in Bizkaia: Auftakt nach Sommerpause endet ohne Ergebnis

Die Verhandlungen über den Convenio del Metal in Bizkaia sind am 3. September 2026 ohne Fortschritt vertagt worden. Der Arbeitgeberverband FVEM verlangt eine gemeinsame gewerkschaftliche Plattform; die Gewerkschaft ELA sprach ausschließlich Baskisch.

Die Verhandlungen über den Convenio del Metal in Bizkaia sind am 3. September 2026 ohne inhaltlichen Fortschritt vertagt worden. Die Föderation Vizcaína de Empresas del Metal (FVEM) bekräftigte in der ersten Sitzung nach der Sommerpause, dass sie erst verhandeln will, wenn die Gewerkschaften eine gemeinsame, mehrheitsfähige Linie vorlegen. Ohne eine solche gemeinsame Verhandlungsplattform seien konstruktive Gespräche nicht möglich, da mehrere voneinander abweichende Forderungskataloge eine Einigung blockierten, so der Verband.

Die Gewerkschaft ELA trat – wie zuvor angekündigt – in der Sitzung ausschließlich in baskischer Sprache auf. Sie begründet dies mit dem Ziel, den Status des Baskischen in Kollektivverhandlungen zu stärken, und hat avisiert, ab September in bis zu 27 sektoralen Runden Baskisch zu verwenden, auch wenn kein Übersetzungsdienst bereitsteht. Nach Angaben von Teilnehmern trug diese Sprachpraxis ebenso wie das Fehlen einer gemeinsamen gewerkschaftlichen Plattform dazu bei, dass die Runde ohne Annäherung endete. Die Arbeitgeberseite legte in der Sitzung zudem keine eigene materielle Offerte vor.

Der Metalltarif von Bizkaia gilt als der bedeutendste branchenbezogene Kollektivvertrag im industriellen Bereich des Baskenlands. Er betrifft rund 57.000 Beschäftigte in der Provinz. Bereits in vorangegangenen Terminen seit dem Frühjahr hatte es keine substanziellen Fortschritte gegeben. Beide Seiten werfen einander seither vor, den Stillstand zu verantworten: FVEM verweist auf die Zersplitterung der gewerkschaftlichen Positionen, während ELA den Verband wegen mangelnder Gesprächsbereitschaft und fehlender Vorschläge kritisiert.

Kurzfristig bleibt die Lage festgefahren. Eine Entspannung ist erst zu erwarten, wenn die Gewerkschaften eine gemeinsame Verhandlungsbasis definieren oder ein externer Impuls gesetzt wird. Als möglicher Akteur gilt der Consejo de Relaciones Laborales, der in der Vergangenheit Gespräche im Baskenland moderiert hat. Ob und wann eine nächste Verhandlungsrunde anberaumt wird, ließen die Beteiligten nach der Sitzung offen.

Faktisch gesichert sind Datum, Rahmen und Ergebnis der Sitzung, die Position der Föderation Vizcaína de Empresas del Metal zur gemeinsamen Verhandlungsplattform sowie die Sprachpraxis von ELA. Einschätzungen zur weiteren Entwicklung beruhen auf der aktuellen Ausgangslage und den bekannten Standpunkten der Tarifparteien.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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