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Melilla und Ceuta bereiten gemeinsames Manifest zur Zugehörigkeit zu Spanien vor

Melillas Präsident Juan José Imbroda hat angekündigt, dass Melilla und Ceuta am 22. September 2026 ein gemeinsames Manifest unterzeichnen wollen, um ihre Zugehörigkeit zu Spanien und zur Europäischen Union zu bekräftigen.

Melillas Präsident Juan José Imbroda hat die Unterzeichnung eines gemeinsamen Manifests von Melilla und Ceuta für den 22. September 2026 angekündigt. Ziel des Papiers ist es, die Zugehörigkeit zu Spanien und die Zugehörigkeit zur Europäischen Union beider Autonomer Städte zu bekräftigen. Imbroda sagte bei einer Kundgebung in Melilla, er stehe in engem Austausch mit Ceutas Präsident Juan Jesús Vivas; beide wollten ihre Position „in ganz Spanien, in ganz Europa und in der ganzen Welt“ sichtbar machen. Konkrete Passagen des Textes nannte er nicht.

Der Vorstoß folgt auf massenhafte Grenzübertritte an der Ceuta-Grenze Ende Juli und die anschließenden politischen Auseinandersetzungen in Spanien. Seither gab es in mehreren Städten öffentliche Kundgebungen und Erklärungen zur Lage der beiden Exklaven. Vertreter lokaler Medien berichten, das geplante Dokument solle die historische, aktuelle und zukünftige Verankerung der Städte in Spaniens Verfassungsordnung und in den europäischen Strukturen betonen.

Politisch wird die Ankündigung unterschiedlich aufgenommen. Aus der Opposition in Melilla kommen Forderungen, das Vorhaben auf eine breitere parlamentarische Grundlage zu stellen und nicht allein von der Stadtregierung treiben zu lassen. Befürworter verweisen darauf, dass ein gemeinsames Manifest Aufmerksamkeit bündele und die Debatte über Sicherheitslage, Grenzmanagement und staatliche Unterstützung in Madrid und Brüssel schärfe. Ob die jeweiligen Stadtversammlungen das Papier formell mittragen oder nur die Regierungen der Städte unterzeichnen, ist noch offen.

Für die kommenden Tage sind weitere Abstimmungen zwischen Melilla und Ceuta zur Ausarbeitung des Textes und zur Festlegung des Ortes der Unterzeichnung angekündigt. Inhaltlich dürften Fragen der Souveränität, der Beziehungen zu Marokko, der Zusammenarbeit mit der Zentralregierung und der europäischen Grenzpolitik eine Rolle spielen. Auch praktische Punkte – etwa Zuständigkeiten bei Migration und Grenzsicherung sowie finanzielle Unterstützung – stehen im Raum. Welche politischen Folgen der Schritt haben kann, hängt vom endgültigen Wortlaut, dem Kreis der Unterzeichner und der Resonanz in nationalen und europäischen Institutionen ab.

Fest steht: Mit dem angekündigten Termin schaffen Melilla und Ceuta einen klaren Zeithorizont. Der Vorgang zielt auf eine sichtbare Positionierung in einer aufgeheizten Lage; ob daraus mehr als ein symbolisches Signal wird, entscheidet sich an den kommenden Verhandlungen – und daran, wie Madrid und Brüssel reagieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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