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Maria Àngels Francés wird Präsidentin der Acadèmia Valenciana de la Llengua

Im Palau de la Generalitat in Valencia hat Maria Àngels Francés das Amt an der Spitze der Acadèmia Valenciana de la Llengua übernommen. Präsident Juanfran Pérez Llorca warb für Dialog und warnte vor politischer…

Maria Àngels Francés hat am 3. September 2026 im Palau de la Generalitat in Valencia das Amt der Präsidentin der Acadèmia Valenciana de la Llengua (AVL) angetreten. Die Sprachinstitution der Comunidad Valenciana wird damit für fünf Jahre von der Philologin geführt; sie ist nach Ascensió Figueres, Ramón Ferrer und Verònica Cantó die vierte Person an der Spitze der 2001 gegründeten Akademie.

In ihrer Antrittsrede warb Francés dafür, den gesellschaftlichen Stellenwert der valencianischen Sprache zu stärken. Sie nannte als Arbeitsschwerpunkte mehr Präsenz in Schule, Wissenschaft und Öffentlichkeit sowie die enge Zusammenarbeit mit Universitäten und Kulturinstitutionen. Als zentrale Werkzeuge der Normungsarbeit hob sie das Diccionari Normatiu Valencià, die Grammàtiques Normatives, den Nomenclàtor Toponímic und das Corpus Informatitzat del Valencià hervor.

Der Präsident der Generalitat Valenciana, Juanfran Pérez Llorca, forderte bei der Zeremonie „mehr Dialog als je zuvor“ und die Rückkehr zu dem „Geist des Konsenses“, der die Gründung der AVL vor fast 25 Jahren getragen habe. Er bat die Institution um Sorgfalt, Unabhängigkeit und Dialog und warnte davor, die Sprache zu einer doktrinären oder polarisierenden Frage zu machen. Die AVL müsse eine respektierte Referenz bleiben, „flexibel und nah bei denen, die das Valencianische schätzen“, sagte Pérez Llorca.

Die Amtseinführung fand im Beisein von Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Kultur statt. In den vergangenen Monaten hatten Debatten in Les Corts über die Finanzierung sprach- und kulturpolitischer Einrichtungen für Spannungen gesorgt. Die Parlamentsmehrheit aus Partido Popular und Vox drängte auf zusätzliche Mittel für den Kulturverein Lo Rat Penat und auf eine Umverteilung von Budgetansätzen, was die Rolle der AVL im Gefüge der Sprachpolitik erneut in den Fokus rückte. Konkrete finanzielle Beschlüsse waren jedoch nicht Teil der Zeremonie.

Die AVL ist die maßgebliche normative Instanz für die valencianische Varietät des Katalanischen in der Autonomen Gemeinschaft Valencia. Sie legt orthografische und grammatische Standards fest, betreibt sprachwissenschaftliche Forschung und veröffentlicht Referenzwerke. Mit dem Amtsantritt von Francés soll die Institution, so der Tenor der Ansprachen, zugleich Kontinuität in der Normarbeit sichern und das Ansehen der Sprache im Alltag stärken. Ob und wie sich der angekündigte Dialog zwischen Regierung, Parlament, Zivilgesellschaft und der Akademie in konkrete Programme und Budgets übersetzt, wird sich in den anstehenden Sitzungen und Haushaltsverhandlungen zeigen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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