Madrid

Madrid weitet Brustkrebs-Früherkennung aus und stellt neue Technik vor

Die Comunidad de Madrid hat am 17. Oktober 2026 ihr Brustkrebs-Screening bekräftigt: Mammografien für Frauen von 50 bis 69 Jahren laufen, eine Ausweitung auf 45 bis 74 ist angekündigt.

Die Comunidad de Madrid hat am 17. Oktober 2026 den Stand ihres Programms zur Früherkennung von Brustkrebs dargestellt und zur Teilnahme aufgerufen. Nach Behördenangaben richtet sich das reguläre Screening derzeit an Frauen im Alter von 50 bis 69 Jahren, die beschwerdefrei sind. Die Mammografie wird im Rahmen von rund zweijährlichen Runden angeboten. Die Regionalregierung plant, den Altersrahmen auf 45 bis 74 Jahre zu erweitern; hierzu sind zusätzliche Kapazitäten erforderlich.

Gesundheitsministerin Fátima Matute besuchte dazu die Unidad de Mama des öffentlichen Hospital Universitario 12 de Octubre in Madrid. Der Termin fand kurz vor dem Weltbrustkrebstag am 19. Oktober statt. Die Verwaltung stellte dort neue und modernisierte Technik vor: vier Mammografiegeräte mit 2D- und 3D-Bildgebung einschließlich kontrastgestützter Verfahren, vier hochauflösende Ultraschallgeräte für die Brustbildgebung, ein automatisches 3D-Ultraschallsystem, Systeme für Bauch- und Vakuumbiopsien in Bauchlage sowie eine Magnetresonanztomografie mit speziellen Antennen und Sequenzen. Die Einheit wird laut Mitteilung von acht Fachkräften betrieben.

Zum Programm DEPRECAM (Detección Precoz de Cáncer de Mama) nennt die Regionalregierung aktuelle Kennzahlen aus dem Vorjahr: 2025 wurden 1.928 Verdachtsbefunde auf eine bösartige Erkrankung festgestellt, das entspricht 1,68 Prozent der untersuchten Frauen. Diese Fälle seien durch weiterführende Diagnostik abgeklärt und bei Bedarf behandelt worden. Über die Aussagekraft hinausgehende Schlussfolgerungen wurden nicht veröffentlicht.

Die Einladungen zu den Untersuchungen verschicken die onkologischen Koordinationsdienste der Region. Frauen können ihre Termine zudem selbst verwalten: über die Tarjeta Sanitaria Virtual und die zugehörige App, über die Internetseite der Comunidad de Madrid oder telefonisch. Nach Behördenangaben nutzen bis zu 30 Prozent der Nutzerinnen diese digitalen Wege zur eigenständigen Terminbuchung.

Der heutige Schwerpunkt liegt auf dem Fortgang eines etablierten Vorsorgeangebots. Die Ausweitung des Altersrahmens ist politisch angekündigt, aber noch nicht vollständig umgesetzt. Konkrete Zeitpläne, zusätzliche Personalstellen oder Budgetschlüssel nannte die Regionalregierung in der Mitteilung nicht.

Die Region verweist zur Begründung des Screenings auf internationale Evidenz, wonach frühe Diagnosen die Therapiechancen verbessern. Über Nutzen und Risiken der Mammografie – etwa falsch-positive Befunde oder Überdiagnosen – enthält die aktuelle Mitteilung keine neuen Angaben. Die Teilnahme ist freiwillig, die Kosten trägt das öffentliche Gesundheitssystem der Comunidad de Madrid.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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