Politik

Macarena Olona wechselt in Kanzlei von José Antonio Choclán

Die frühere Vox-Abgeordnete und Juristin der Abogacía del Estado hat ihren Einstieg bei José Antonio Choclán bekanntgegeben. Der Strafverteidiger vertritt prominente Mandanten wie Víctor de Aldama und Julio Iglesias.

Macarena Olona, frühere Abgeordnete von Vox und Juristin der Abogacía del Estado, hat am 1. September 2026 ihren Wechsel in die private Anwaltschaft und den Einstieg beim Bufete Choclán von José Antonio Choclán bekanntgegeben. Die Mitteilung veröffentlichte sie auf der Plattform X und schrieb, sie wolle „an einem und dem anderen Ufer des Atlantiks“ arbeiten. Wörtlich erklärte sie: „José Antonio Choclán Montalvo, Magistrat in Beurlaubung, ist einer der renommiertesten Anwälte Spaniens. Ab heute ist er auch mein Chef.“

Mit dem Schritt kehrt Olona, die 2009 in den Staatsdienst der Abogacía del Estado eintrat und von Mai 2019 bis Juli 2022 Abgeordnete im Congreso war, in die anwaltliche Praxis zurück. Sie hatte ihr Mandat 2022 unter Verweis auf Gesundheitsgründe niedergelegt. Über ihre konkrete Rolle im Kanzleialltag liegen bislang keine näheren Angaben vor; die Kanzlei äußerte sich dazu zunächst nicht.

José Antonio Choclán ist als Strafverteidiger mit hochsichtbaren Verfahren bekannt. Spanische Medien berichten, er vertrete den Unternehmer Víctor de Aldama im Zusammenhang mit dem als caso Koldo bezeichneten Komplex. Zudem wurde seine Beauftragung durch den Sänger Julio Iglesias im Januar 2026 gemeldet. Diese prominenten Mandate haben das Profil des Bufete Choclán in den vergangenen Monaten weiter geschärft. ElDiario.es bezeichnet Choclán zudem als Verwandten von Olona; eine darüber hinausgehende Einordnung wurde nicht offiziell bestätigt.

Der aktuelle Anlass ist Olonas öffentlicher Einstieg in die Kanzlei. Politisch aufmerksam verfolgt wird der Schritt, weil sich ihr neuer Arbeitgeber in mehreren Verfahren mit potenzieller Tragweite engagiert. Rechtlich bedeutsam ist zugleich ihr Statuswechsel aus der Abogacía del Estado in die Privatkanzlei: Eine unvereinbare Doppelfunktion liegt nicht vor, doch mögliche Interessenkonstellationen bei politisch sensiblen Mandaten bleiben beobachtungsbedürftig. Konkrete Aussagen über künftige Mandate Olonas oder interne Mandatsverteilungen sind derzeit nicht belegt und werden von den genannten Berichten nicht gestützt.

Als gesichert gelten die Ankündigung Olonas auf X am 1. September 2026 sowie übereinstimmende Meldungen spanischer Medien zu ihrem Wechsel in das Bufete Choclán. Alles Weitere, etwa der Umfang ihrer Tätigkeit oder welche laufenden Fälle sie begleiten könnte, bleibt vorerst offen.

Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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