Die Stadtverwaltung von Logroño hat 48 neue intelligente Kameras in Betrieb genommen, um Sicherheit und Verkehrsfluss in ausgewählten Zonen der Stadt zu verbessern. Bürgermeister Conrado Escobar und der für Inneres zuständige Stadtrat Francisco Iglesias stellten die Maßnahme am Freitag vor. Nach ihren Angaben richtet sich der Ausbau auf stark frequentierte Bereiche der Innenstadt, neuralgische Übergänge über den Ebro sowie auf Industriegebiete.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem Projekt RETECH im Bereich Gemelos Digitales de Seguridad Ciudadana. Dafür werden 20 Kameras anstandskritischen Orten installiert: im Umfeld der Biblioteca Rafael Azcona, an der Fußgängerbrücke über den Ebro, am Puente de Piedra, im Polígono Industrial Las Cañas sowie an der Torre de Logroño. Von der erhöhten Position der Torre aus soll eine drehbare Kamera mit Rundumsicht weiträumige Lagen schneller erfassbar machen, etwa bei Bränden, Hochwasser oder sonstigen Gefahrenlagen.
Weitere 20 Kameras gehören zum Projekt Gemelos Digitales de Flujos de Movilidad. Sie werden in verschiedenen Bereichen des Casco Antiguo verbaut, unter anderem in der Calle Laurel und angrenzenden Straßen, in den Straßen Portales und San Agustín sowie an der Plaza del Mercado und im Umfeld des Ayuntamiento de Logroño. Dort sollen die Systeme vor allem Bewegungsströme von Personen und Fahrzeugen analysieren, um Engpässe zu erkennen und bei Großandrang gegensteuern zu können.
Die Stadt betont, dass die Geräte sowohl der Unterstützung der öffentlichen Sicherheit als auch der Steuerung des urbanen Verkehrs dienen. Dazu zählen die schnellere Bewertung von Situationen an Brücken und Plätzen, die Beobachtung von Zufahrten zu Industriearealen und die frühzeitige Einschätzung lokaler Extremwetterfolgen an sensiblen Punkten. Nach städtischer Darstellung soll der Betrieb der Kameras in die bestehenden Leitstellenprozesse eingebunden werden.
Zur genauen Verteilung der restlichen Kameras nannte die Stadt am Freitag keine über die genannten Schwerpunkte hinausgehenden Details. Klar ist, dass Logroño mit dem Ausbau ein bereits vorhandenes Netz an städtischer Videotechnik ergänzt. Die Verantwortlichen verweisen auf den Rahmen des Programms RETECH und die darin vorgesehenen digitalen Zwillinge (Gemelos Digitales), die Daten aus unterschiedlichen Sensoren zusammenführen sollen. In der Stadt wird eine Debatte darüber erwartet, wie der erweiterte Einsatz von Kameras mit Datenschutz und Transparenzanforderungen vereinbar ist. Die Verwaltung kündigte an, die rechtlichen Vorgaben zu beachten und technische sowie organisatorische Maßnahmen entsprechend auszurichten.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).