Kanaren

Lanzarote: Seprona nimmt nach Video mutmaßlichen Tierquäler fest – Hündin sichergestellt

Die Guardia Civil hat in San Bartolomé (Lanzarote) einen Mann nach der Verbreitung eines Videos vorläufig festgenommen; die Hündin wurde gesichert und tierärztlich untersucht. Die Berichte nennen abweichende Tat- und Eingriffszeitpunkte.

Die Guardia Civil hat über ihren Servicio de Protección de la Naturaleza (Seprona) in San Bartolomé auf Lanzarote einen Mann wegen des Verdachts der Tierquälerei vorläufig festgenommen. Auslöser war ein im Umlauf befindliches Video, das mutmaßliche Misshandlungen an einer jungen Hündin zeigt. Das Tier wurde als Schutzmaßnahme von Seprona und der Policía Local sichergestellt und in die Perrera municipal überstellt, wo eine tierärztliche Untersuchung veranlasst wurde. Nach der Vernehmung wurde der Beschuldigte laut übereinstimmenden Lokalberichten wieder auf freien Fuß gesetzt; er muss zu gerichtlichen Terminen erscheinen.

Zum zeitlichen Ablauf liegen differierende, aber in sich schlüssige Angaben aus lokalen Medien vor: Mehrere Berichte nennen den 22. August 2026 als mutmaßlichen Zeitpunkt der gefilmten Handlung. Andere führen aus, die Anzeige und polizeiliche Intervention seien am 24. August 2026 erfolgt. Am 26. August 2026 bestätigten die Behörden beziehungsweise zitierten Medien die Festnahme und die Sicherstellung der Hündin. Diese Abweichungen betreffen nicht den Sachstand der laufenden Ermittlungen, sondern die Einordnung des Erstgeschehens und des Eingreifens.

Die strafrechtliche Bewertung bleibt offen. Formelle Anklagepunkte und mögliche Sanktionen sind nach derzeitigem Stand nicht gerichtlich festgestellt. Die Guardia Civil betont, dass über Schuld und Strafe ausschließlich die Justiz entscheidet. Die Ermittlungsakten werden nach Abschluss der ersten Maßnahmen der zuständigen Untersuchungsinstanz übergeben.

Tierschutzorganisationen auf der Insel, darunter ADEMAL, haben Anzeige erstattet und angekündigt, sich als Nebenkläger einzubringen. Sie verweisen auf wiederholte Hinweise aus der Bevölkerung und die Bedeutung von Video- und Zeugenmaterial für die Beweissicherung. Behördenseitig steht der Schutz des Tieres im Vordergrund; über den künftigen Verbleib der Hündin entscheiden tierärztliche Befunde und gegebenenfalls richterliche Auflagen.

Der Fall reiht sich in eine Reihe jüngerer Verfahren auf den Kanaren ein, in denen audiovisuelle Aufnahmen zu schnellen Eingriffen bei mutmaßlicher Tierquälerei geführt haben. Im Mittelpunkt dieses Vorgangs stehen der dokumentierte Eingriff in San Bartolomé, die vorläufige Festnahme durch den Seprona und die Sicherstellung sowie Versorgung des Tieres. Prognosen über das Ergebnis des Verfahrens lassen sich derzeit nicht treffen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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