Asturien

Lamo de Espinosa: Angriffe auf die Monarchie zielen auf die Achillesferse der Demokratie

Bei den Cursos de La Granda in Asturien warnte der Soziologe Emilio Lamo de Espinosa, viele Kritiker sähen die Monarchie als Schwachpunkt der spanischen Demokratie.

Asturien, 30. August 2026. Der Soziologe und emeritierte Professor Emilio Lamo de Espinosa hat bei den Cursos de La Granda erklärt, die schärfsten Angriffe auf die spanische Monarchie kämen von jenen, die sie als Achillesferse der Demokratie betrachteten. In einer Sitzung mit dem Titel „La Corona ante los retos de una democracia polarizada“ plädierte er dafür, die parlamentarische Monarchie als Teil des verfassungsmäßigen Gleichgewichts zu verstehen und entsprechend zu schützen.

Lamo de Espinosa begründete seine Position mit dem Hinweis, dass Institutionen in polarisierten Zeiten gezielt unter Druck gerieten. Wer die Monarchie attackiere, ziele oft weniger auf das Staatsoberhaupt als auf das demokratische Gefüge insgesamt, sagte er sinngemäß. Die Verteidigung der Demokratie in Spanien müsse deshalb auch die Verteidigung der monarchischen Institution einschließen. Zugleich betonte er, Kritik an der Krone sei in einer offenen Gesellschaft legitim, sie solle jedoch auf Reform und Transparenz zielen, nicht auf Delegitimierung.

Die Cursos de La Granda sind ein traditionsreicher Sommerzyklus mit Debatten zu Politik, Gesellschaft und Wirtschaft in Asturien. Die diesjährige Sitzung zur Rolle der Krone nahm ausdrücklich die Risiken zunehmender Polarisierung in den Blick. Nach Angaben von Europa Press hob Lamo de Espinosa hervor, dass die Monarchie in der spanischen Verfassungsordnung vor allem moderierende und repräsentative Funktionen ausübt. Deren Erosion könne, so seine Warnung, politische Konflikte eher verschärfen als lösen.

Der Soziologe ordnete die aktuellen Kontroversen in einen längeren Trend ein: In vielen Demokratien werde über die Tragfähigkeit zentraler Institutionen gestritten, häufig vor dem Hintergrund tiefgreifender gesellschaftlicher Spannungen. Für Spanien gelte, dass die Diskussion über die Monarchie nicht losgelöst von der Gesamtverfassung geführt werden könne. Befürworter und Kritiker hätten ein gemeinsames Interesse an stabilen Regeln, verlässlicher Rechenschaft und klaren Grenzen parteipolitischer Instrumentalisierung.

Aussagen über die Motive von Monarchiegegnern wies Lamo de Espinosa erkennbar als analytische Deutung aus. Er forderte verfassungsorientierte Parteien und zivilgesellschaftliche Akteure auf, den institutionellen Rahmen aktiv zu verteidigen und Missständen mit überprüfbaren Korrekturen zu begegnen. Nur so lasse sich Vertrauen in die Demokratie festigen, ohne notwendige Debatten über Modernisierung zu ersticken. Die Anmerkungen fügten sich in das übergreifende Thema der Veranstaltung ein, das die Rolle der Krone unter den Bedingungen einer stark polarisierten Demokratie beleuchtete.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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