Die Regionalregierung von La Rioja finanziert 18 neue Forschungsstellen mit insgesamt rund 2,7 Millionen Euro. Die Fördermittel für pre- und postdoktorale Verträge wurden am 28. August 2026 von der zuständigen Ministerin für Wirtschaft, Innovation, Unternehmen und Selbstständige, Belinda León, vorgestellt. Die Unterstützung ist Teil des Plan de Atracción, Retención y Estabilización del Talento 2026–2028, mit dem La Rioja seine Forschungskapazitäten gezielt ausbaut.
Nach Regierungsangaben wurden in zwei jüngsten Ausschreibungen insgesamt 2.710.825 Euro mobilisiert. Damit entstehen 18 Verträge für Personal in unterschiedlichen Qualifikationsstufen: Forschende mit Doktorgrad, Promovierende in fortgeschrittener Ausbildung sowie Doktorandinnen und Doktoranden in der Vorbereitungsphase. Die Laufzeiten liegen je nach Profil zwischen drei und vier Jahren. Gefördert werden Vorhaben in strategischen Feldern wie der Agrar- und Ernährungswirtschaft, der Biotechnologie sowie bei neuen oder verbesserten Materialien.
Die künftigen Stellen verteilen sich auf Einrichtungen des regionalen Wissenschafts- und Innovationssystems. Genannt wurden die Universidad de La Rioja, die Fundación Rioja Salud, das Instituto de Ciencias de la Vid y el Vino, die Fundación para la Transformación de La Rioja und die Branchenvereinigung ASOCHAMP. Weitere regionale Akteure der Forschung und Entwicklung können einbezogen werden, sofern sie die Förderkriterien erfüllen.
Belinda León ordnete die Entscheidung in die Gesamtstrategie der Regierung ein. Die Stipendien und Verträge seien ein „wesentlicher Baustein“ des Talentplans, der darauf abzielt, qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, zu halten und langfristig zu binden. Ziel sei es, die wissenschaftliche Exzellenz zu stärken und Wissenstransfer in die regionale Wirtschaft zu beschleunigen. Die Regierung verweist zudem auf die Bedeutung planbarer Karrierewege, um internationale Kandidatinnen und Kandidaten nach La Rioja zu holen und lokale Talente im Land zu halten.
Die Landesverwaltung hebt als erwartete Wirkung die Stabilisierung von Forschungsgruppen, die Verbreiterung der Themenbreite und die engere Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Einrichtungen und Unternehmen hervor. Zugleich sollen die Förderlinien Doppelstrukturen vermeiden, indem sie an bestehende Institute und Konsortien andocken. Über die konkrete Mittelverteilung je Projekt und die endgültigen Vertragszuweisungen wird nach Abschluss der Bewertungsverfahren entschieden. Prognosen zu weiteren Runden innerhalb des Plans 2026–2028 macht die Regierung von La Rioja von der Evaluierung der aktuellen Ausschreibungen abhängig.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).