Kantabrien

Kantabrien halbiert 2026 Zuschüsse für Dorfkneipen – zwei Bars pro Gemeinde möglich

Die Consejería de Inclusión Social in Cantabria setzt die Förderlinie für Bars in Gemeinden mit Entvölkerungsrisiko 2026 mit 50.000 Euro neu auf – nach 100.000 Euro im Vorjahr. Neu ist, dass bis zu zwei…

Die Regionalregierung von Cantabria hat die Förderung für Bars in Gemeinden mit Entvölkerungsrisiko (municipios en riesgo de despoblación) für 2026 mit einem Gesamtvolumen von 50.000 Euro neu ausgeschrieben. Laut Bekanntmachung der Consejería de Inclusión Social können diesmal bis zu zwei Betriebe pro Gemeinde gefördert werden. Wie im Vorjahr sind Zuschüsse von bis zu 2.000 Euro pro Bar zur Deckung laufender Kosten aus dem Vorjahr vorgesehen, darunter Wasser, Strom, Gas, Brennstoffe, Internet, Fernsehen und gebuchte Plattformdienste.

Die nun veröffentlichte Summe liegt deutlich unter der 2025 aufgelegten Tranche. Im ersten Jahr des Programms waren 100.000 Euro bereitgestellt worden. Damals hatte die Regierung die Beihilfe per Orden ISO/11/2025 im Boletín Oficial de Cantabria bekannt gemacht und in den Rahmen des Wiederaufbauprogramms NextGenerationEU gestellt. Die 2025er Ausschreibung zielte auf den jeweils einzigen Treffpunkt im Ort: Förderfähig war nur das jeweils einzige Lokal im Dorf.

Die Inanspruchnahme blieb 2025 deutlich hinter dem Finanzrahmen zurück. Nach offiziellen Angaben gingen 15 Anträge ein; vier davon entsprachen nicht der Bedingung, der einzige Barbetrieb im Ort zu sein, und ein Eigentümer zog seinen Antrag zurück. Am Ende wurden zehn Bewilligungen erteilt: Neun Bars erhielten den Höchstbetrag von 2.000 Euro, eine Auszahlung belief sich auf 1.230 Euro. Damit blieb ein Großteil der 100.000 Euro ungenutzt.

Die 2026er Ausschreibung setzt nun eine geringere Gesamtsumme von 50.000 Euro fest, weitet aber den Kreis der potenziell Begünstigten je Gemeinde aus. Die Verwaltung führt in der Bekanntmachung die förderfähigen Kosten und die Höchstbeträge fort; eine Begründung für die Reduzierung des Gesamtvolumens geht aus den veröffentlichten Unterlagen nicht hervor. Der Antrag ist bei der Sede del Gobierno de Cantabria einzureichen; die förderrechtlichen Grundlagen verweisen auf die im Vorjahr etablierten Programmkriterien.

Politisch ist die Linie Teil der kantabrischen Strategie gegen Abwanderung und soziale Vereinsamung in dünn besiedelten Gebieten. In der Debatte hatten Akteure aus der Regionalpolitik höhere Zuschüsse pro Betrieb gefordert, um die wirtschaftliche Basis dieser Treffpunkte zu stärken. Ob die Kombination aus erweitertem Zugang (bis zu zwei Bars pro Gemeinde) und reduziertem Gesamtbudget die Nachfrage 2026 erhöht und die Mittel vollständig bindet, bleibt eine offene Frage – belastbare Prognosen liegen nicht vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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