Die Schulen in Galicien starten am 9. September 2026 mit 298.436 eingeschriebenen Schülerinnen und Schülern ins neue Jahr. Das gab die Xunta de Galicia am 25. August bekannt. Gegenüber dem Vorjahr bedeutet dies ein Minus von 4.617 Lernenden. Trotz des Rückgangs soll die Zahl der Klassen konstant bleiben: Das Bildungsressort rechnet weiterhin mit rund 12.000 Klassen.
Nach Angaben der Xunta de Galicia wurde diese Stabilität auch durch das 2023 geschlossene Abkommen zur Verbesserung des Bildungssystems ermöglicht. Demnach konnten etwa 800 Klassen erhalten werden, die bei fortgesetzter demografischer Schrumpfung sonst weggefallen wären oder nun für Gruppenteilungen (Desdobles) genutzt werden. Bildungsminister Román Rodríguez stellte diese Eckdaten und Schwerpunkte des Schuljahres 2026/27 am 25. August vor.
Zu den politischen Linien zählen laut Xunta die weitere Verringerung der Klassengrößen, die Ausweitung eines hybrides Unterrichtsmodell sowie Leitlinien für den verantwortlichen Einsatz von künstlicher Intelligenz im Unterricht. Als Leistungskennziffer verweist die Autonomieregierung auf eine hohe Personalausstattung: In Galicien kommen derzeit rund 9,7 Schülerinnen und Schüler auf eine Lehrkraft; der landesweite Schnitt liegt nach Darstellung der Behörde bei etwa 11,1.
Faktische Grundlage sind die von der Xunta de Galicia veröffentlichten Registrierungs- und Strukturzahlen zum Schuljahresbeginn 2026/27 sowie der Verweis auf das Abkommen zur Verbesserung des Bildungssystems von 2023. Diese betreffen alle Stufen vom Vorschulbereich bis zum Bachillerato.
Hintergrund ist eine seit Jahren anhaltende demografische Abnahme. Nach Darstellung der Xunta ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in Galicien binnen eines Jahrzehnts deutlich gesunken. Darauf reagiert die Verwaltung mit strukturellen Anpassungen: zusätzlichem Personal, Stellenausschreibungen für Lehrkräfte und einer schrittweisen Absenkung der Klassenquoten. Die Regierung sieht darin die Grundlage, kleinere Lerngruppen und individuelle Förderung auszubauen.
Zugleich verweisen Verbände und Schulgemeinschaften auf Spannungen zwischen pädagogischen Zielen und Standorterhalt. Die niedrigeren Jahrgangsstärken erleichtern zwar Förderangebote in bestehenden Einrichtungen; in ländlichen Gegenden erschweren sie jedoch die Aufrechterhaltung vollständiger Schulstrukturen. Diese Einschätzungen stammen aus Stellungnahmen zum Schuljahresstart und beschreiben erwartbare Effekte der bekannten Trends, nicht neue amtliche Entscheidungen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).