Die Dirección General de Salud Pública des Servicio Canario de la Salud (SCS) hat am 4. September 2026 Maßnahmen zur gesundheitlichen Prävention für Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Fiestas del Pino in Teror (Gran Canaria) veröffentlicht. Anlass sind die Pilgerwege zur Villa mariana und der erwartete Besucherandrang an den Festtagen. Die Behörde nennt konkrete Verhaltensregeln gegen Dehydrierung, Überhitzung und häufige Unfälle bei großen Menschenansammlungen.
Im Mittelpunkt stehen ausreichende Flüssigkeitszufuhr vor und während der Strecke, das Mitführen einer wiederbefüllbaren Trinkflasche sowie der Verzicht auf Alkohol. Stark zucker- oder koffeinhaltige Getränke sollen begrenzt werden. Zum Schutz vor Sonne empfiehlt die Gesundheitsdirektion breitkrempige Kopfbedeckungen, UV-schützende Sonnenbrillen und Sonnenschutzmittel mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30. Der Schutz soll vor dem Aufbruch aufgetragen und alle zwei Stunden oder nach starkem Schwitzen erneuert werden. Nach Möglichkeit sollen die heißesten Tageszeiten zwischen 12 und 17 Uhr gemieden und Aufenthalte im Schatten bevorzugt werden.
Empfohlen werden zudem leichte, lockere Kleidung in hellen Farben und eingelaufenes, bequemes Schuhwerk, um Blasen und Scheuerstellen zu vermeiden. Für nächtliche Märsche oder bei schlechter Sicht wird das Tragen reflektierender Elemente angeraten, damit Pilgerinnen und Pilger von Autofahrern besser erkannt werden. Der Gehrhythmus soll der eigenen Kondition angepasst, Überanstrengung vermieden und regelmäßige Pausen eingelegt werden. Leichte Mahlzeiten, frisches Obst, ungesalzene Nüsse und ein kleiner Verbandskasten einschließlich Lippen- und Sonnenschutz werden als geeignete Ausrüstung genannt.
Die Gesundheitsbehörde erinnert daran, Warnzeichen eines möglichen Hitzeschlags oder schwerer Hitzeerschöpfung früh zu erkennen: starker Kopfschmerz, Schwindel oder Ohnmacht, Verwirrtheit, Sprachschwierigkeiten, sehr heiße, gerötete und trockene Haut oder anhaltende Übelkeit und Erbrechen. In solchen Fällen sei umgehend Hilfe zu rufen, die betroffene Person in den Schatten zu bringen, Kleidung zu lockern und mit Wasser oder feuchten Tüchern zu kühlen; bei Bewusstsein sollen kleine Wasserschlücke angeboten werden.
Zur Absicherung der Festtage verstärkt die Gerencia de Atención Primaria des Área de Salud de Gran Canaria das Centro de Salud de Teror. Zusätzlich zum regulären Dienst werden zwischen dem 7. September, 17 Uhr, und dem 8. September, 17 Uhr, eine Ärztin oder ein Arzt sowie eine Pflegekraft und Sicherheitspersonal eingesetzt. Der Servicio de Urgencias Canario (SUC) ergänzt die Versorgung mit einem Fahrzeug für schnelle Interventionen und einer sanitarisierten Ambulanz für die Betreuung von Pilgerinnen und Pilgern sowie weiteren Vorfällen, die medizinische Hilfe erfordern.
Redakteurin: Clara Simonichek (Artikel mit KI-Unterstützung).