Die Regierung der Kanaren hat am Dienstag, 1. September 2026, eine Vorwarnstufe wegen gefährlicher Küstenbedingungen für La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria ausgerufen. Die Maßnahme der Dirección General de Emergencias tritt ab 21 Uhr in Kraft und stützt sich auf Einschätzungen der staatlichen Wetterbehörde AEMET sowie weitere meteorologische Auswertungen. Die Verfügung nennt als Hauptschwerpunkte die Küsten im Kanal La Gomera–Tenerife und im Kanal Tenerife–Gran Canaria sowie den Südosten Gran Canarias.
Laut der Bekanntmachung werden Nord- bis Nordostwinde mit 30 bis 50 Kilometern pro Stunde erwartet (Beaufort 5 bis 6), örtlich sind Abschnitte mit Stärke 7 zwischen 50 und 61 Kilometern pro Stunde möglich. Besonders exponiert sind die Ostküste von La Gomera, die Nordwest- und Südostküste von Teneriffa, die Westküste Gran Canarias sowie Seegebiete südlich des Kanals zwischen Teneriffa und Gran Canaria. Auf dem Meer ist mit starker Dünung und abschnittsweise grober See zu rechnen. In den nördlichen Kanälen werden Wellenhöhen von ein bis zwei Metern prognostiziert. An offen nach Süden ausgerichteten Küstenabschnitten kann zusätzlich südliche Dünung mit vergleichbarer Wellenhöhe auftreten.
Die Behörden aktivieren die Vorwarnstufe im Rahmen des Plan Específico de Emergencias de Canarias por Riesgos de Fenómenos Meteorológicos Adversos (PEFMA). Die Dirección General de Emergencias ruft zu erhöhter Vorsicht auf und empfiehlt, exponierte Uferzonen, Molen und Klippen zu meiden, Sport- und Kleinfahrzeuge im Hafen zu sichern und auf Hinweise der Hafen- und Kommunalverwaltungen zu achten. Strandsperrungen oder weitere Einschränkungen sind in der Mitteilung nicht allgemein angeordnet; örtliche Maßnahmen können je nach Lage jedoch kurzfristig ergehen.
Die Entscheidung folgt einer Wetterlage mit verstärkten Passatwinden, die den Seegang anheben und in den genannten Abschnitten zu gefährlichen Bedingungen führen können. Aussagen über Schäden, Ausweitungen oder eine Erhöhung der Warnstufe enthält die Erklärung nicht. Die Regierung der Kanaren kündigt an, die Entwicklung fortlaufend zu beobachten und bei Bedarf zu aktualisieren. Für die Bevölkerung und den Küstenverkehr gilt bis auf Weiteres: Bedingungen regelmäßig prüfen, behördliche Hinweise befolgen und unnötige Risiken am Wasser vermeiden.
Die Vorwarnstufe ist ausdrücklich präventiv angelegt. Sie signalisiert, dass die Wahrscheinlichkeit für gefährliche Küstensituationen erhöht ist, ohne dass die strengeren Eingriffsrechte einer höheren Warnstufe bereits greifen. Ob und wann eine Anpassung erfolgt, hängt von der tatsächlichen Entwicklung von Windrichtung, Windstärke, Wellengang und lokaler Exposition ab.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).