Aragón

Jaca und Aspe-Gemeinden erneuern Tratado de Astún am Somport

Am 29. August 2026 haben Jaca und drei Gemeinden des französischen Valle de Aspe am Puerto de Somport den Tratado de Astún erneuert und die Grenzmarken bestätigt.

Am 29. August 2026 haben die Gemeinden Jaca, Etsaut, Cette-Eygun und Urdós den Tratado de Astún erneuert. Die Zeremonie fand am Puerto de Somport statt und umfasste das traditionelle formale Anerkennen der mugas fronterizas, der Grenzmarken zwischen der Jacetania in Spanien und dem Valle de Aspe in Frankreich.

Das unterzeichnete Protokoll wird nach Angaben der beteiligten Verwaltungen wie üblich den Außenministerien Spaniens und Frankreichs zur Kenntnis übermittelt. An der Unterzeichnung im Espacio Somport nahmen die Bürgermeister Carlos Serrano Pérez (Jaca), Damien Minvielle (Etsaut), Ophélie Escot (Cette-Eygun) und Bruno Guitton (Urdós) teil. Mit dem jährlichen Akt bekräftigen die Kommunen ihre Zusammenarbeit in einem Grenzraum, in dem traditionell Weiderechte, Wegerechte und nachbarschaftliche Hilfe geregelt werden.

Der Tratado de Astún gilt als eine der ältesten fortlaufend bekräftigten lokalen Übereinkünfte Europas. Seine dokumentierten Wurzeln reichen bis 1131 zurück, als König Alfonso I de Aragón den Mönchen des Hospital de Santa Cristina de Somport Nutzungsrechte auf den Hochweiden der Umgebung gewährte. In den folgenden Jahrhunderten wurden diese Rechte durch weitere Abkommen und Schiedssprüche präzisiert.

In der Gegenwart hat sich das ritualisierte Erneuern am Puerto de Somport zu einem Symbol gelebter Nachbarschaft über die Staatsgrenze hinweg entwickelt. Rechtlich ändert die jährliche Bestätigung weder den Verlauf der Staatsgrenze noch schafft sie neue völkerrechtliche Verpflichtungen. Sie sichert vielmehr die Kontinuität lokaler Regelungen und unterstreicht die praktische Kooperation der Gemeinden beiderseits der Pyrenäen.

Nach Angaben aus den Rathäusern nutzen die Partner den Anlass, um gemeinsame Anliegen zu erörtern, etwa bei Infrastruktur, Katastrophenschutz und Tourismus. Für Jaca und das Valle de Aspe dient der Termin zudem der öffentlichen Sichtbarkeit ländlicher Grenzthemen, die im Alltag häufig verwaltungsübergreifende Abstimmung erfordern. Die Datierung auf den 29.

August 2026 und die Nennung der beteiligten Amtsträger stützen sich auf regionale Presseberichte und Mitteilungen der Kommunalverwaltungen. Über weitere administrative Schritte nach Übermittlung der diesjährigen Unterlagen an die Außenministerien lagen bis zum Redaktionsschluss keine zusätzlichen öffentlichen Informationen vor.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

Ende des Artikels

Anzeige

Aus dem PHOTRA-Netzwerk