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Innenministerium verlegt 22 Häftlinge von Ceuta nach Algeciras

Spaniens Innenministerium hat 22 Inhaftierte aus dem Gefängnis in Ceuta in das Centro Penitenciario Botafuegos in Algeciras (Cádiz) verlegen lassen, um die überlastete Haftanstalt in Ceuta zu entlasten.

Das spanische Innenministerium hat 22 Inhaftierte aus dem Gefängnis von Ceuta in das Centro Penitenciario Botafuegos im andalusischen Algeciras verlegen lassen. Das bestätigten Ministeriumskreise gegenüber Europa Press. Ziel der Maßnahme ist es, die angespannte Belegung in Ceuta zu reduzieren, die seit Ende Juli deutlich gestiegen ist.

Hintergrund ist eine Überlastung des Ceutaer Gefängnisses Loma Mendizábal, auf die die Gewerkschaft CSIF bereits mehrfach hingewiesen hatte. Die CSIF-Sektion in Ceuta forderte zuletzt, die Belegung auf einen „operativen Höchstwert“ von 280 Inhaftierten zu begrenzen und darüber hinausgehende Fälle auf das spanische Festland zu verlegen. Die Gewerkschaft begründete dies mit Sicherheitsrisiken und einer übermäßigen Belastung des Personals. Nach Angaben aus der Regionalpresse reagierte das Innenministerium nun mit der gezielten Entlastung durch Verlegungen auf diese Lage.

Als aufnehmende Einrichtung wurde das Gefängnis Botafuegos in Algeciras ausgewählt. Die Anstalt in der Provinz Cádiz verfügt laut übereinstimmenden Medienberichten über Kapazitäten von mehr als tausend Plätzen und eine modulare Struktur, die eine flexible Unterbringung ermöglicht. Konkrete Angaben zu den Delikten oder den Haftdauern der verlegten Personen machten die Behörden nicht. Personendaten wurden aus Gründen des Vollzugs und des Datenschutzes nicht veröffentlicht.

Die Behörden in Ceuta und Andalusien standen in den vergangenen Wochen in engem Austausch über die notwendigen Entlastungsschritte. Nach Medienangaben wurde die Verlegung direkt durch das Innenministerium angewiesen und mit der Generaldirektion der Strafvollzugsanstalten koordiniert. Weitere strukturelle Maßnahmen zur Stabilisierung des Vollzugs in Ceuta wurden erörtert, belastbare neue Beschlüsse über den jetzt vollzogenen Transfer hinaus wurden zunächst nicht bekannt.

Die aktuelle Maßnahme folgt damit der Linie, akute Engpässe im spanischen Strafvollzug regional zu glätten. Ob weitere Verlegungen aus Ceuta auf das Festland erfolgen, ließen die Behörden offen. Entscheidend seien die fortlaufende Belegungslage in Loma Mendizábal und die Aufnahmekapazitäten in andalusischen Einrichtungen. Unabhängig davon betont die Gewerkschaft CSIF, dass es zusätzlicher Personalplanung und klarer Belegungsobergrenzen bedürfe, um den Dienstbetrieb dauerhaft zu stabilisieren.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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