Murcia

Guardia Civil stoppt Schnellboot vor Cartagena und nimmt zwei Bootsführer fest

Vor der Küste von Cartagena hat die Guardia Civil ein schnelles Boot mit vier Motoren gestoppt. Zwei mutmaßliche Schleuser wurden festgenommen, zuvor waren 59 Menschen bei Calblanque an Land gegangen.

Die Guardia Civil hat am Montagmorgen vor Cartagena ein schnelles Boot mit vier Außenbordmotoren gestoppt und die beiden mutmaßlichen Bootsführer festgenommen. Nach Angaben der Delegación del Gobierno in der Region Murcia griffen Einheiten des Servicio Marítimo das Boot rund zwölf Seemeilen südöstlich des Monte de las Cenizas auf. Zuvor waren 59 Menschen an der Küste des Parque Regional de Calblanque an Land gegangen; sie wurden von territorialen Patrouillen aufgegriffen.

Die Behörden werten die Motorisierung und Reichweite des beschlagnahmten Bootes als Hinweis auf eine professionell organisierte Schleusung. Der Regierungsdelegierte in der Region Murcia, Francisco Lucas Ayala, sprach von einer planmäßig vorbereiteten Aktion und hob die enge Abstimmung zwischen dem maritimen Dienst und den Landstreifen der Guardia Civil hervor. Ziel sei es gewesen, die Verdächtigen zu überraschen, ohne die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gefährden.

Bestätigt sind die Festnahme der zwei Bootsführer, die Position des Stopps südöstlich des Monte de las Cenizas sowie die Anlandung von 59 Personen bei Calblanque. Unklar bleiben weiterhin Herkunft und Identität der Festgenommenen sowie mögliche Verbindungen zu überregionalen Netzwerken. Die Ermittlungen der Guardia Civil dauern an. Angaben zur späteren Unterbringung der 59 Aufgegriffenen machten die Behörden zunächst nicht.

Der Einsatz reiht sich in eine Serie jüngerer Vorfälle an der Küste der Region Murcia ein. In den vergangenen Tagen meldeten Sicherheitskräfte wiederholt Ankünfte kleiner und schneller Boote, darunter auch in der Nähe von Cabo Cope im Gemeindegebiet von Águilas. Die Behörden verweisen darauf, dass zusätzliche Mittel an der Küste eingesetzt werden, um das Lagebild zu verbessern und Schleusungen frühzeitig zu unterbinden. Konkrete Zahlen zu Personal- oder Materialverstärkungen für den betreffenden Abschnitt vor Cartagena nannten sie am Montag nicht.

Politische Bewertungen gehen auseinander: Während Vertreter der Zentralregierung auf den Erfolg koordinierten Vorgehens und laufender Ermittlungen verweisen, fordern Regionalpolitiker weitere maritime Kapazitäten. Über die strafrechtliche Einordnung der aktuellen Festnahmen und mögliche weitere Beschuldigte will die Guardia Civil nach Abschluss erster Vernehmungen informieren.

Die Ereignisse vom Montagvormittag sind der bislang jüngste bestätigte Fall eines schnellen Schleusungsbootes vor Cartagena in diesem Sommer. Ob die jetzt beschlagnahmte Einheit zuvor an der Anlandung bei Calblanque unmittelbar beteiligt war oder Teil eines größeren Verbunds war, ist Gegenstand der Ermittlungen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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