Die Guardia Civil hat 5,34 Kilogramm Kokain in einem per Post aus Kolumbien versandten Sattel sichergestellt, dessen Zielort Azuqueca de Henares in der Provinz Guadalajara war. Nach Angaben der Behörde erfolgten im Zuge der Operation Gavilanes drei Festnahmen; zudem wurden fünf Schusswaffen und Material zur Verarbeitung und Streckung von Drogen beschlagnahmt.
Ermittler des Equipo de Delincuencia Organizada y Antidroga (EDOA) der Comandancia de Guadalajara hatten den verdächtigen Versand aus Kolumbien entdeckt. Um die Empfänger zu identifizieren, organisierten sie eine kontrollierte Zustellung. Im Anschluss nahmen die Beamtinnen und Beamten drei Verdächtige fest. Die Durchsuchungen führten zur Sicherstellung mehrerer Pistolen sowie von Geräten und Substanzen, die nach Darstellung der Guardia Civil typischerweise bei der Zubereitung von Kokain zum Einsatz kommen. Angaben zur Identität der Festgenommenen oder zu ihrem rechtlichen Status machten die Behörden zunächst nicht.
Die Drogen waren nach diesen Informationen professionell in die Struktur des Sattels eingearbeitet und dadurch bei einer ersten Sichtprüfung nicht erkennbar. Enttarnt wurde das Versteck bei einer Kontrolle der Sendung. Die Ermittlungen richten sich darauf, ob die Lieferung für den lokalen Handel bestimmt war oder Teil einer größeren Verteilkette. Konkrete Aussagen zu mutmaßlichen Hintermännern in Kolumbien oder zu weiteren Abnehmern in Spanien liegen bislang nicht vor.
Die Guardia Civil betont, dass derartige Verstecke im internationalen Post- und Paketverkehr zunehmen. Kontrollierte Zustellungen gehören zum Standardrepertoire der EDOA-Einheiten, um Lieferketten aufzubrechen und Strukturen des Drogenhandels sichtbar zu machen. In diesem Fall konzentrierten sich die Maßnahmen auf Azuqueca de Henares und das Umland von Guadalajara. Weitere operative Schritte prüfen die Ermittler nach eigener Darstellung fortlaufend.
Mit dem Zugriff unterstreicht die Behörde ihre Strategie, Einfuhren von Kokain aus Lateinamerika frühzeitig abzufangen und die beteiligten Netzwerke in Spanien zu zerschlagen. Ob sich aus den sichergestellten Datenträgern und Kommunikationsmitteln Anhaltspunkte für zusätzliche Festnahmen ergeben, ist Gegenstand der laufenden Auswertung. Die Justiz wird den Fall nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen übernehmen; bis dahin machen die Ermittler aus einsatztaktischen Gründen nur begrenzte Angaben zum Ablauf.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).