Andalusien

Granada meldet 1.075 Erdbeben in zehn Tagen – 94 von Bevölkerung gespürt (Stand: 24. August 2026)

Das Instituto Geográfico Nacional beziffert die seismische Serie südlich von Granada seit dem 14. August auf 1.075 Beben. Zwei Stöße der Magnitude 4,8 verursachten Schäden, Leichtverletzte und vorsorgliche Evakuierungen in Alhendín, Gójar und der…

Das Instituto Geográfico Nacional (IGN) hat am 24. August 2026 die Bilanz zur seit dem 14. August andauernden seismischen Serie südlich von Granada aktualisiert. Demnach wurden in zehn Tagen insgesamt 1.075 Erdbeben registriert; 94 davon wurden von der Bevölkerung gespürt. Die große Mehrheit lag mit Magnituden unter 2 und in sehr geringer Herdtiefe von unter zehn Kilometern.

Besonders ausgeprägt waren zwei Erdstöße der Magnitude 4,8 in den frühen Morgenstunden des 15. August und am Vormittag des 18. August. Ihre Epizentren wurden im Umfeld von Alhendín und Gójar verortet. Beide Ereignisse wurden in der gesamten Metropolregion Granada deutlich wahrgenommen, führten zu Sachschäden, mehreren Leichtverletzten und vorsorglichen Evakuierungen in der Stadt Granada sowie in Gemeinden südlich des städtischen Gürtels. Nach dem Stoß vom 18. August folgten innerhalb weniger Stunden mehrere spürbare Nachbeben, darunter Magnituden von 4,2, 4,0 und 3,9.

Kommunen und Einsatzdienste koordinieren seitdem Gefahrenabwehr und bauliche Überprüfungen. In Alhendín, Gójar, La Zubia, Ogíjares und Las Gabias laufen strukturierte Inspektionen, um potenzielle Gebäudeschäden zu erfassen und Betroffene zu beraten. Die Behörden betonen, dass die Bewertung gemeldeter Vorfälle schrittweise erfolgt und einheitliche, geprüfte Schadenssummen erst nach Abschluss der Kontrollen vorliegen werden.

Fachleute des IGN ordnen das Muster als typische seismische Serie mit sehr flachen Herden ein. Solche Sequenzen können über Tage bis Wochen anhalten; verlässliche Vorhersagen zu Zeitpunkt und Stärke möglicher weiterer Ereignisse gelten als nicht möglich. Entsprechend richtet sich die Risikoeinschätzung auf laufende Beobachtung, konsequente Datenauswertung und Vorsichtsmaßnahmen in besonders betroffenen Zonen. Entscheidungen über temporäre Sperrungen, erneute Evakuierungen oder Rückkehr in Gebäude werden auf Grundlage der fortlaufend aktualisierten Messwerte und Begutachtungen getroffen.

Die aktuelle Lageeinschätzung beruht auf den am 24. August veröffentlichten Angaben des Instituto Geográfico Nacional und deckungsgleichen Meldungen überregionaler Nachrichtenagenturen. Der Schwerpunkt des Geschehens liegt im Süden der Metropolregion Granada; landesweite Infrastrukturen sind nach derzeitigem Stand nicht erheblich beeinträchtigt. Das IGN setzt die engmaschige Überwachung und Kommunikation mit den örtlichen und regionalen Behörden fort.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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