Madrid

Gewerkschaften fordern Verhandlungen: Brief an Zarzalejo soll unbefristeten Streik in Madrid ab 14. Oktober abwenden

Lehrergewerkschaften und Bildungsorganisationen haben Mercedes Zarzalejo, Bildungsministerin der Comunidad de Madrid, schriftlich zu Verhandlungen aufgefordert, um einen ab dem 14. Oktober 2026 angekündigten unbefristeten Streik in der öffentlichen, nicht-universitären Bildung zu verhindern.

Lehrergewerkschaften und weitere Bildungsorganisationen haben am 25. August 2026 der Bildungsministerin der Comunidad de Madrid, Mercedes Zarzalejo, einen Brief mit einem konkreten Verhandlungsvorschlag übermittelt. Ziel ist, den für den 14. Oktober 2026 angekündigten unbefristeten Streik im öffentlichen, nicht-universitären Bildungsbereich abzuwenden. Die Absender verlangen eine umgehende schriftliche Antwort der Consejería de Educación, um vor Unterrichtsbeginn im Herbst eine Einigung zu sondieren.

In dem Schreiben wird auf eine am 24. Juni in Madrid beschlossene Aktionslinie verwiesen, die bei einer Versammlung im Auditorio Marcelino Camacho gebilligt worden sei. Bleibe ein belastbares Angebot der Regionalverwaltung aus, solle die derzeitige Mobilisierung in einen unbefristeten Streik übergehen, heißt es weiter. Der Termin 14. Oktober 2026 wird ausdrücklich genannt.

Die Organisationen bündeln in ihrer Verhandlungstabelle struktur- und personalpolitische Forderungen. Sie zielen auf eine Begrenzung der Unterrichtsverpflichtung in Primar- und Sekundarstufe, die Absenkung des Anteils befristeter Beschäftigung, kleinere Klassen sowie zusätzliche Ressourcen für sonderpädagogische Förderung und schulische Beratung. Genannt werden zudem finanzielle Verbesserungen über einen spezifischen Landeszuschlag, mehr Verwaltungskapazität an Schulen und Investitionen in Gebäude – einschließlich Hitzeschutz und der Entfernung von Asbest. Auch die Stärkung der Berufsbildung und eine verlässliche Bauplanung zählen zu den Anliegen.

Die Regionalregierung der Comunidad de Madrid hatte die Eskalation im Bildungsbereich bereits vor dem Sommer kritisiert. Vertreter des Kabinetts von Isabel Díaz Ayuso warfen den Initiativen eine politische Agenda vor. Zarzalejo selbst hatte damalige Aktionen als parteipolitisch aufgeladen bezeichnet. Die Gewerkschaften halten dem entgegen, ohne schriftlich fixierte Zusagen werde sich die Lage zum Schuljahresbeginn zuspitzen.

Für die nächsten Wochen sind zwei Punkte entscheidend. Erstens, ob die Consejería de Educación kurzfristig ein konkretes, schriftliches Verhandlungsangebot zum vorgelegten Forderungskatalog macht. Zweitens, ob die beteiligten Gewerkschaften ihre bisherige Aktionslinie geschlossen bestätigen. Gelingt eine Verständigung, könnte die Ankündigung eines unbefristeten Streiks zurückgenommen werden. Andernfalls drohen im Herbst in Madrid langwierige Auseinandersetzungen mit Folgen für Personalplanung, Unterrichtsorganisation und Familien – auch weil sich viele Maßnahmen, etwa zu Klassengrößen und Personalquoten, nicht ad hoc umsetzen lassen.

Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).

Quellen

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