Die Xunta de Galicia hat für Freitag, den 4. September 2026, wegen eines erwarteten Hitzeschubs Alarmstufe Rot im Binnenland der Provinz Pontevedra ausgerufen. Die Maßnahme beruht auf Auswertungen von MeteoGalicia und dem galicischen Hitzeaktionsplan und wurde am Donnerstag bekanntgegeben. Zusätzlich stehen der Nordwesten der Provinz A Coruña sowie die Bergregionen der Provinz Ourense auf Alarmstufe Orange. Die Bergregion der Provinz Lugo und das Gebiet Valdeorras bleiben auf Gelb.
Laut Behördenprognosen werden im Binnenland und im Süden Galiciens Höchsttemperaturen von etwa 36 bis 39 Grad Celsius erwartet. Als Vorsorge ordnete die Regionalregierung an, Außenaktivitäten des Schul- und Jugendprogramms Xogade in den Zonen mit Rot und Orange am Freitag zwischen 12 und 20 Uhr auszusetzen. Die Gesundheits- und Sicherheitsstellen empfehlen, viel zu trinken, körperliche Anstrengung während der heißesten Stunden zu vermeiden, Innenräume zu kühlen und besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen, Säuglinge oder chronisch Kranke zu schützen.
Die Einstufungen folgen dem regionalen Warnsystem, das in drei Stufen die gesundheitlichen Risiken extremer Hitze abbildet und Schwellenwerte je nach Lage festlegt. Für das Binnenland sind die Grenzwerte niedriger als in Küstengebieten, sodass dort schneller höhere Warnstufen greifen. MeteoGalicia erläutert, dass die Kombination aus gemessenen und vorhergesagten Temperaturen sowie räumlichen Besonderheiten in die Bewertung einfließt.
Der staatliche Wetterdienst Aemet meldete in den vergangenen 24 Stunden in mehreren Stationen Galiciens bereits deutlich erhöhte Werte und rechnet am Freitag mit weiter hohen Spitzen, vor allem fern der Küste. Die Xunta de Galicia betonte, dass die Alarmstufe Rot vorsorglich und zeitlich begrenzt für den Freitag gilt; über mögliche Verlängerungen wollen die Dienste je nach Entwicklung der Messwerte und der gesundheitlichen Lage entscheiden. Kommunen und Einrichtungen wurden aufgefordert, Kühlräume bereitzuhalten und die Information an Bürgerinnen und Bürger weiterzugeben.
Mit der Aktivierung von Rot im Binnenland von Pontevedra und Orange in weiteren Landesteilen will die Regionalregierung den Schutz der Bevölkerung priorisieren. Die Behörden verweisen zugleich darauf, dass einfache Verhaltensregeln die Risiken eines Hitzetages erheblich mindern können; die Einhaltung werde insbesondere in den Nachmittagsstunden erwartet, wenn die Belastung am höchsten ist.
Redakteur: Andreas M. Brucker (Artikel mit KI-Unterstützung).