Alberto Núñez Feijóo und Isabel Díaz Ayuso wahren ihre politische Eintracht, obwohl der umstrittene Kauf eines Luxus‑Áticos durch die Comunidad de Madrid weiter für Druck sorgt. In der Partei ist die Einschätzung verbreitet, die Regionalregierung habe die Krise unzureichend gemanagt. Ein Bruch zwischen der nationalen Führung des Partido Popular und der Regionalspitze in Madrid wird jedoch parteiintern nicht erwartet.
Kern der Affäre ist die von der Comunidad de Madrid vorangetriebene, später wieder verworfene Akquise einer Dachwohnung im Madrider Stadtteil Chamberí. Über den Preis kursieren unterschiedliche Angaben; öffentlich genannt wird eine Spanne von rund 6,3 bis 6,7 Millionen Euro. Die Regionalregierung stellte das Objekt zunächst als vorübergehende Dienstnutzung beziehungsweise als Arbeitsbüro dar. Anfang August setzte die Comunidad die Immobilie wieder auf die Verkaufsliste, was die politische Debatte zusätzlich befeuerte.
Die oppositionellen Parteien PSOE und Más Madrid sprechen von möglichen Unregelmäßigkeiten beim Umgang mit öffentlichen Mitteln und haben Anzeigen und Prüfverfahren angestoßen. Der Rechnungshof Tribunal de Cuentas befasst sich mit dem Vorgang; weitere rechtliche Schritte werden erörtert. Nach Angaben der Regionalverwaltung wurde das Objekt von Vertreterinnen und Vertretern der Comunidad besichtigt, was die Regierung als üblichen Verfahrensschritt wertet. Eine abschließende Bewertung zu Preis, Verfahren und Verantwortlichkeiten steht aus.
Parteiquellen betonen, dass die Affäre die innerparteiliche Position von Isabel Díaz Ayuso derzeit nicht erschüttert. In der Führung des Partido Popular gilt sie weiterhin als zentrale Figur in Madrid; für die Regionalwahlen im Mai 2027 wird sie parteiintern als naheliegende Kandidatin betrachtet. Zugleich wird eingeräumt, dass die öffentliche Debatte über Transparenz und Beschaffungspraxis der Regionalregierung anhält und die politische Gegenseite nachdrücklich auf Aufklärung drängt.
Politisch steht damit zweierlei nebeneinander: Die PP-Spitze um Alberto Núñez Feijóo hält demonstrativ an der Zusammenarbeit mit der Präsidentin der Comunidad de Madrid fest. Parallel dazu laufen Prüfungen durch Institutionen sowie politische Verfahren der Opposition. Bis offizielle Stellen ihre Feststellungen vorlegen, bleibt die Gemengelage vor allem eine Auseinandersetzung um politische Verantwortung, Verwaltungsabläufe und die legitime Verwendung öffentlicher Mittel.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).