Más Madrid hat in der Asamblea de Madrid eine Proposición no de ley eingebracht, die die Comunidad de Madrid auffordert, ein Förderprogramm von 15 Millionen Euro für kommunale Schulbusrouten aufzulegen. Profitieren sollen nach Angaben der Partei 23 Städte der Region mit mehr als 50.000 Einwohnern. Die Routen sollen in die bestehenden Netze des städtischen Nahverkehrs integriert werden und für Familien keine zusätzlichen Kosten verursachen.
Als Vorbild nennt Más Madrid das Programm „En bus al cole“ in Rivas-Vaciamadrid. Dort fährt seit dem Schuljahr 2024/2025 ein kommunal organisiertes Angebot mit mehreren Linien, Haltestellen an den Schulen und Begleitpersonal. Die Stadtverwaltung berichtet von einer deutlichen Entlastung des Autoverkehrs zu Schulbeginn und -ende sowie von mehr Planungssicherheit für Familien. Konkrete lokale Messungen werden als Beleg angeführt; unabhängige regionale Auswertungen dazu liegen bislang nicht vor.
Die Initiative fällt kurz vor der nächsten Debatte über den Zustand der Region. Die Oppositionsfraktion um Manuela Bergerot will damit aus ihrer Sicht Defizite in der Schul- und Verkehrspolitik der Regionalregierung markieren. Adressat der Forderung ist die Regierung der Comunidad de Madrid, die über Umfang, Kriterien und Verteilung möglicher Zuschüsse entscheiden müsste.
Laut Más Madrid soll das Programm durch weitere Maßnahmen flankiert werden: sichere Fuß- und Radwege zu Schulen, zusätzliche Verkehrsbeschilderung, Elemente der Verkehrserziehung in Lehrplänen sowie Treffpunkte für organisierte Gruppenwege. Zudem fordert die Partei, Qualitäts- und Sicherheitsstandards festzulegen und die Integration der Routen in die jeweiligen städtischen Verkehrsnetze technisch zu begleiten.
Fakt ist: Mit der PNL liegt nun ein formaler Oppositionsvorschlag vor. Ob und in welcher Form die Regionalregierung darauf eingeht, ist offen und hängt vom parlamentarischen Verfahren in der Asamblea de Madrid ab. Müssten 23 Kommunen parallel starten, wären Fragen der Mittelverteilung, der Betriebsorganisation, der Barrierefreiheit und der Aufsichtspflichten zu klären. Ebenso wären belastbare Betriebskostenkalkulationen der Städte und Abstimmungen mit den jeweiligen Betreibern des öffentlichen Nahverkehrs notwendig.
Prognosen hierzu bleiben spekulativ. Klar ist lediglich, dass die politische Entscheidung über die 15 Millionen Euro und die Ausgestaltung eines Förderrahmens bei der Comunidad de Madrid liegt. Die bisher in Rivas-Vaciamadrid gemachten Erfahrungen liefern einen praktischen Bezugspunkt, ersetzen jedoch keine regionale Gesamtevaluation.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).