Arturo Aliaga, früherer Vizepräsident des Gobierno de Aragón und langjähriger Vorsitzender des Partido Aragonés (PAR), ist am Mittwoch, 2. September 2026, im Hospital San Juan de Dios in Zaragoza im Alter von 70 Jahren nach längerer Krankheit gestorben. Das haben seine Partei und mehrere regionale Medien übereinstimmend berichtet.
Aliaga wurde 1955 in Jaulín (Provinz Zaragoza) geboren. Der Ingenieur trat 1987 in den öffentlichen Dienst der autonomen Gemeinschaft ein und rückte 1999 in die politische Spitzenverwaltung auf, zunächst als Generaldirektor für Industrie. Ab 2002 war er Consejero für Industrie, Handel und Tourismus. Dieses Ressort führte er bis 2011 in Regierungen unter Führung von Marcelino Iglesias. Nach dem Machtwechsel 2011 blieb Aliaga als Consejero für Industrie und Innovation im Amt; Grundlage war erneut eine Koalition, diesmal unter der Präsidentin Luisa Fernanda Rudi. Von 2019 bis 2023 war er Vizepräsident des Gobierno de Aragón und zuständiger Consejero für Industrie, Wettbewerbsfähigkeit und Unternehmensentwicklung in der Regierung von Javier Lambán.
Als politischer Spitzenmann des PAR prägte Aliaga die Rolle der regionalen Partei als Koalitionspartner maßgeblich. Er stand der Formation von 2015 bis 2023 vor und galt in wirtschaftspolitischen Fragen als zentraler Ansprechpartner von Unternehmen in Aragón. Seine letzten Amtsjahre waren von internen Auseinandersetzungen im PAR und juristischen Überprüfungen von Parteitagen begleitet. Über die Parteigrenzen hinweg wurde Aliaga jedoch für sein dauerhaftes Engagement in der Regionalpolitik und die Kontinuität seiner Industriepolitik gewürdigt.
Nach Bekanntwerden des Todes äußerten sich zahlreiche Politiker in Aragón. Der Präsident der autonomen Gemeinschaft, Jorge Azcón, kondolierte öffentlich und hob Aliagas Einsatz für die Interessen der Region hervor. Auch aus dem Umfeld des Partido Aragonés kamen Beileidsbekundungen und Würdigungen seiner Arbeit. Weitere Einzelheiten zur Krankengeschichte nannte die Partei nicht.
Aliagas politische Laufbahn fällt in eine Phase, in der der Partido Aragonés häufig Mehrheiten absicherte. In dieser Funktion trug er an entscheidenden Stellen industrie- und wirtschaftspolitische Kompromisse mit. Beobachter sehen in seinem Wirken eine Konstante der aragonesischen Regionalpolitik seit Ende der 1990er Jahre. Welche personellen und politischen Folgen sein Tod für den PAR hat, ist offen; die Partei verwies zunächst auf die Trauer um ihren langjährigen Vorsitzenden.
Die Angaben zum Todestag, zum Ort des Versterbens sowie zu den wichtigsten Stationen der politischen Laufbahn beruhen auf Mitteilungen des Partido Aragonés und auf übereinstimmenden Berichten regionaler Medien aus Aragón vom 2. September 2026.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).