Kurzmeldung
Während der Schlussnacht der Aste Nagusia 2026 in Bilbao kam es am 30. August 2026 zu Übergriffen auf Polizeikräfte. Die Ertzaintza meldete insgesamt 14 Festnahmen und gab an, dass 13 Beamtinnen und Beamte verletzt worden seien. In einer Presseerklärung erklärte María del Río, Sprecherin von Euskal Herria Bildu im Stadtrat von Bilbao, das Parteiprogramm verurteile Gewalt grundsätzlich, zugleich aber handele es sich nach ihrer Auffassung um „incidentes puntuales“, die die Aste Nagusia nicht insgesamt beschädigten.
Das Gobierno Vasco und das Departamento de Seguridad verurteilten die Angriffe scharf. Der Sicherheitsminister Bingen Zupiria forderte in Radio-Interviews, Angriffe auf Polizeikräfte dürften nicht normalisiert werden und die Existenz der Ertzaintza dürfe nicht in Frage gestellt werden. Der Bürgermeister von Bilbao, Juan Mari Aburto, verlangte klare Konsequenzen und kündigte an, die Sicherheitsplanung für kommende Festausgaben zu überprüfen.
Gewerkschaften und Betroffene wiesen die Einordnung als Einzelfälle zurück. Die Gewerkschaft ESAN forderte eine Null-Toleranz-Strategie gegen Angriffe auf Ertzaintza und Udaltzaingoa (Stadtpolizei) sowie verstärkte Präventionsmaßnahmen bei Großveranstaltungen. Vertreter der Festorganisationen und lokaler Gruppen wiesen zugleich darauf hin, dass die Aste Nagusia 2026 insgesamt von Millionen Besuchen geprägt und überwiegend friedlich verlaufen sei; die jüngsten Vorfälle stellten dennoch einen ernsten Sicherheitsvorfall dar.
Die 14 Festgenommenen wurden laut Pressemitteilungen später unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt und zur richterlichen Vorladung verpflichtet. Die Ermittlungen laufen, um zu klären, in welchem Umfang strafrechtlich relevante Taten vorliegen und ob organisatorische Anpassungen über akute Einsatzänderungen hinaus nötig sind.
Politisch bleibt die Bewertung strittig: Während Euskal Herria Bildu die Angriffe verurteilt und als punktuelle Vorfälle darstellt, verlangen Rathaus und Gewerkschaften eine härtere Linie. Ob die Vorfälle strukturelle Änderungen an den Sicherheitskonzepten der Aste Nagusia nach sich ziehen, wird sich in den kommenden Tagen bei den laufenden Ermittlungen und Abstimmungen zwischen Ertzaintza, Stadtverwaltung und Gobierno Vasco zeigen.
Redakteurin: Mira Cadena (Artikel mit KI-Unterstützung).