Kurzmeldung
Die Europaabgeordnete Esther Herranz (Europäische Volkspartei) hat bei einem Treffen mit Vertretern des Consejo Regulador del Brandy de Jerez ihre Unterstützung zugesagt, die Besonderheit des traditionellen Reifeverfahrens von Brandy aus Jerez vor den Institutionen der Europäischen Union sichtbar zu machen. Herranz erklärte, sie werde die Forderung nach einer rechtlich belastbaren Regelung zur Kennzeichnung des Alters von Brandy, die das System der criaderas y soleras berücksichtigt, prioritär im Europäischen Parlament vorbringen.
An dem Gespräch am 4. September 2026 nahmen nach Angaben der Beteiligten der neuernannte Präsident des Consejo Regulador del Brandy de Jerez, Ricardo Rebuelta, sowie dessen Direktor, César Saldaña, teil. Herranz betonte die kulturelle und technische Einzigartigkeit des kontinuierlichen Reifeverfahrens, das sich nach ihrer Darstellung nur bedingt in der derzeitigen Gemeinschaftsregelung zum Wein- und Spirituosenkennzeichnen wiederfinde und dadurch Unsicherheiten bei der Angabe des Alters entstehe.
Der Rat der Brandy‑Erzeuger fordert demnach die Einführung des Begriffs "geschätztes mittleres Alter" als praktikable Norm, die die jahrhundertealte Praxis mit den Kontroll- und Rückverfolgbarkeitsanforderungen der EU in Einklang bringt. Vertreter des Sektors betonten, dass die bestehenden internen Kontrollen der Herkunft und Reifung bereits hohe Nachvollziehbarkeit gewährleisteten.
Die Angelegenheit berührt nicht nur fachliche Detailfragen der Etikettierung, sondern auch wirtschaftliche Interessen der in Andalusien ansässigen Betriebe, die auf Exportmärkte angewiesen sind. Die beteiligten Institutionen erklärten, sie arbeiteten nun an konkreten Vorschlägen für die zuständigen Ausschüsse im Europäischen Parlament und an einem technischen Dossier, das die Besonderheiten der Solera‑Methode und deren dokumentierte Kontrollen darlegt.
Redaktionell wurde die regionale Einordnung korrigiert: Der Vorgang ist dem Produktionsgebiet Jerez de la Frontera in Andalusien zuzuordnen. Alle hier genannten Ämter und Funktionen wurden mit aktuellen, öffentlich einsehbaren Quellen abgeglichen.
Redakteur: Phillipe Schmidt-Araguin (Artikel mit KI-Unterstützung).